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    Mitmachen bei der Volkszählung der Vögel (20.05.2013)

    Die Mehlschwalbe wird in der Schweiz immer seltener. Um herauszufinden, wo sich noch Brutkolonien der kleinen Baumeisterin befinden, ruft die Schweizerische Vogelwarte Sempach die Bevölkerung dazu auf, sie bei der Suche nach der Mehlschwalbe zu unterstützen.

    Die unentgeltliche Verwendung ist ausschliesslich im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung gestattet. Das korrekte Ausweisen des Fotoautors wird vorausgesetzt.

    Sempach. – Vielen Menschen ist die Mehlschwalbe wohlbekannt. Die kleine blauschwarz-weiss gefärbte Schwalbe brütet in Kolonien und baut ihre Nester aus Lehmklümpchen bevorzugt an Aussenfassaden von Gebäuden. Wegen des Vogeldrecks an Fassaden wird die kleine Glücksbringerin längst nicht mehr überall geduldet. Die Zahl und die Grösse ihrer Kolonien in der Schweiz nehmen stark ab. Seit 2010 wird die Mehlschwalbe daher auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als „potenziell gefährdet“ aufgeführt.

    Die Schweizerische Vogelwarte Sempach möchte mehr über die Standorte und den Zustand der Mehlschwalbenkolonien in sämtlichen Regionen der Schweiz erfahren. Deshalb ruft sie die Bevölkerung dazu auf, bei der Suche nach brütenden Mehlschwalben mitzuhelfen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden der Vogelwarte und ihren Partnerorganisationen helfen, die Förderung der Mehlschwalbe zu optimieren.

    Das Mitmachen bei der Volkszählung der Mehlschwalbe ist einfach und braucht keine Vorkenntnisse. Alle nötigen Informationen finden Sie auf der Internetseite www.delichon.ch.

    Mehlschwalben erkennen
    Die Mehlschwalbe ist kleiner als die Rauchschwalbe und hat einen kürzeren, nur leicht gegabelten Schwanz; Kopf und Rücken sind blauschwarz gefärbt, Bauch und Bürzel sind weiss. Verwechslungsgefahr besteht mit der Uferschwalbe. Deren helle Unterseite wird allerdings von einem braunen Brustband unterteilt.
    www.vogelwarte.ch/mehlschwalbe

    Mehlschwalben schützen
    Die Mehlschwalbe kann mit relativ einfachen Mitteln gefördert werden. Zur Verbesserung des Nistplatzangebots können Starthilfen für den Nestbau oder Kunstnester angebracht werden. Um die Verschmutzung von Fassaden durch Schwalbenkot zu verhindern, werden Kotbretter unter den Nestern montiert. In künstlich angelegten Schlammpfützen finden die Schwalben geeignetes Baumaterial für ihre Nester.
    www.vogelwarte.ch/hilfe-fuer-die-mehlschwalbe.html

    Brutvogelatlas 2013-2016: Volkszählung aller Brutvögel in der Schweiz
    In den nächsten vier Jahren wird die Vogelwarte Sempach ermitteln, wo in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein wie viele und welche Vögel brüten. Ziel dieser Zählung ist es, einen Überblick über den Zustand und den Wandel unserer Vogelwelt zu gewinnen. Weil Vögel auf vielfältige Lebensräume angewiesen sind, widerspiegelt ihre Situation diejenige der gesamten Natur und der Landschaft.
    atlas.vogelwarte.ch