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    Vom Naturerlebnis zum Umweltbewusstsein (11.11.2017)

    Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Darüber hinaus ermöglichen Futterhäuschen und Meisenknödel insbesondere auch Kindern die Begegnung mit der einheimischen Tierwelt. Wichtig ist, dass die Fütterung fachgerecht erfolgt.

    Gratisfutter: Wer seinen Garten naturnah gestaltet und einheimische Obstbäume und Beerensträucher pflanzt, bietet den Vögeln im Winter hochwertige Nahrung an. Im Bild ein Amselmännchen.
    Gratisfutter: Wer seinen Garten naturnah gestaltet und einheimische Obstbäume und Beerensträucher pflanzt, bietet den Vögeln im Winter hochwertige Nahrung an. Im Bild ein Amselmännchen.
    Foto © Marcel Burkhardt Bild in Druckqualität
    Diese Blaumeise tut sich an einem Meisenknödel gütlich.
    Diese Blaumeise tut sich an einem Meisenknödel gütlich.
    Foto © Marcel Burkhardt Bild in Druckqualität
    Die unentgeltliche Verwendung ist ausschliesslich im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung gestattet. Das korrekte Ausweisen des Fotoautors wird vorausgesetzt.

    Sempach. – Mit dem ersten Schneefall beginnt für viele Vögel eine harte Zeit. Zwar sind Vögel, die den Winter in der Schweiz verbringen, gut an die harschen Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. Dennoch sind die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle. Bei der Winterfütterung sollten allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden (siehe unten).

    Gärten naturnah gestalten

    Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfindet, profitieren vor allem Vögel, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert haben. Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung vielfältiger und gesunder Lebensräume. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen wichtigen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.

    Erleben – Kennen – Schützen

    Futterhäuschen und Meisenknödel bieten insbesondere Kindern reizvolle Einblicke ins Leben der einheimischen Wildvögel. So können das Interesse und die Freude an der Natur rund ums Haus geweckt und der Grundstein für ein späteres Natur- und Umweltbewusstsein gelegt werden. Auch deshalb ist ein massvolles und sachgerechtes Füttern der Vögel im Winter durchaus sinnvoll.

    Sachgerechte Winterfütterung erfüllt die folgenden Punkte:
    • Futterplatz an einem übersichtlichen Ort mit nahe gelegenen Rückzugsmöglichkeiten (Baum, Busch)
    • Bewährte Futtermischungen für Körnerfresser bzw. Weichfresser anbieten; gern angenommen werden Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett; Getreidekörner sind nur bei Spatzen und Tauben beliebt; Mischungen mit Ambrosia-Samen sind zu vermeiden
    • Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund 2 Stunden vor der Dämmerung
    • Futter trocken halten und vor Schmutz und Kot schützen; Futterplatz regelmässig reinigen

     

     

    Vogelwarte-Futterhäuser
    Futterhäuser, die allen Anforderungen entsprechen, können montiert oder als Bausatz bei der Schweizerischen Vogelwarte bestellt werden. Sie werden in geschützten Werkstätten der Stiftung Brändi aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt.

    Weitere Auskünfte

    Michael Schaad
    Tel. 041 462 97 35
    michael.schaad@vogelwarte.ch