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Der richtige Feldstecher
Der Feldstecher ist zusammen mit einem guten Bestimmungsbuch das wichtigste Arbeitsinstrument der Ornithologin bzw. des Ornithologen.
Ein Feldstecher sollte praktisch in der Handhabung, von hoher optischer Qualität, robust und auch für den Einsatz bei ungünstigen Wetter- und Lichtverhältnissen geeignet sein.
Es lohnt sich, für ein gutes Glas tiefer in die Tasche zu greifen, denn Feldstecher der anerkanntesten Marken zeichnen sich nicht nur durch überdurchschnittliche Qualität, sondern auch durch ihre Langlebigkeit aus. Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten.

Auf allen Feldstechern finden Sie zwei Zahlen (z.B. 10x42), welche die optischen Leistungen des Geräts angeben. Die erste dieser Zahlen bezieht sich auf die Vergrösserung. Diese liegt in der Regel zwischen 7x und 10x, obwohl es Feldstecher mit geringerer oder stärkerer Vergrösserung gibt. Die zweite Zahl gibt den Durchmesser des Objektivs an. Je grösser dieses ist, desto mehr Licht kann eintreten und desto heller wird das Bild.
Feldstecher mit niedriger Vergrösserung (7x, 8x) haben folgende Vorteile:
Stärkere Feldstecher (z. B. 10x) hingegen bieten:
Feldstecher mit geringerer Vergrösserung ergeben zwar ein helleres Bild mit mehr Tiefenschärfe und weisen ein grösseres Sehfeld auf. Da die meisten Ornithologinnen und Ornithologen jedoch eine stärkere Vergrösserung bevorzugen, entscheidet sich die Mehrheit für ein Glas mit 10x Vergrösserung (oft mit Weitwinkel). 12x-Feldstecher sind schwerer, weshalb es nicht einfach ist, sie ruhig zu halten.
Traditionelles Feldstecher-Design mit abgewinkeltem Mittelteil. Das Bild wirkt bei dieser Bauweise etwas plastischer. Der Mitteltrieb ist oft nicht sehr stabil.
Modernes, gerades Design. Diese Feldstecher sind kompakter und eher leichter als vergleichbare Gläser herkömmlicher Bauart. Sie besitzen meist eine Innenfokussierung und sind dadurch besser gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt. Hochwertige Gläser dieser Bauart sind heute mit Stickstoff gefüllt.
Sie sind praktisch, wenn es auf Gewicht und Grösse ankommt, etwa auf Bergwanderungen. Ihr Hauptnachteil liegt darin, dass sie nur eine geringe Lichtstärke aufweisen und relativ anfällig auf Schläge sind. Eine noch leichtere Alternative sind Monokulare (wie Mini-Fernrohre), die gleichzeitig auch noch als Lupe verwendet werden können.
Sie macht ein Fernglas nicht wasserdicht, bietet aber einen guten Schutz gegen Schläge.
Ferngläser von hoher Qualität sollten wasserdicht sein.
Batteriebetriebene Konstruktionen haben einen grossen Energieverbrauch, so dass immer genügend Ersatzbatterien mitgeführt werden müssen. Mechanische Systeme sind zwar brillant, doch sehr teuer und sehr schwer.
Dieser Aufsatz bringt eine Verdoppelung der Vergrösserung (Feldstecher wird zu einem kleinen Fernrohr)

Ferngläser in der Preisklasse zwischen Fr. 200.- und 500.- können bereits eine recht gute Leistung erbringen. Sie sind aber in der Regel weniger robust und daher eher für den gelegentlichen Gebrauch bestimmt.
In der Preisklasse bis Fr. 1000.- findet man einige durchaus brauchbare Gläser von bekannten, meist japanischen Herstellern. Sie bieten gute Qualität bei relativ langer Lebensdauer.
In der Preisklasse über Fr. 1000.- finden sich die Gläser von höchster Qualität (europäische Hersteller). Bei sehr häufigem Gebrauch lohnt sich die Investition auf jeden Fall.
© Schweizerische Vogelwarte Sempach und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Sempach und Zürich.
Autor: M. Burkhardt
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