2010
Zusammen mit der Fachhochschule Burgdorf entwickelt die Vogelwarte einen nur noch
0,5 g schweren Geodatenlogger, mit dem die Aufenthaltsgebiete kleiner Singvögel in
Afrika lokalisiert werden können.
2009
Mitte Oktober bezieht die Vogelwarte ihr neues Gebäude – ein nach den Labels
Minergie-P und Minergie-Eco gebautes Holzhaus.
2008
Schätzungsweise 90 000 Stunden wenden die 1700 Freiwilligen gemäss einer Studie
der Fachhochschule Nordwestschweiz jährlich für die Vogelwarte auf. Nur dank dieser
gewaltigen Unterstützung kann die Vogelwarte ihre vielfältigen Aufgaben zum Wohl
der Vogelwelt bewältigen.
Dank der Zusammenarbeit der Vogelwarte mit IP-Suisse und Migros sollen die Lebensbedingungen
für die Vögel im Kulturland grossflächig verbessert werden. Die Vogelwarte
erarbeitet die Kriterien für das neue Nahrungsmittel-Label «TerraSuisse».
2007
Die Feldornithologie in unserem Land erlebt zwei Sternstunden: Die Internet-Plattform
ornitho.ch bringt eine neue Dimension in der Zusammenarbeit zwischen der Vogelwarte
und ihren freiwilligen Mitarbeitenden. Und das bisherige Wissen wird im umfassenden,
4,5 Kilo schweren Buch «Die Vögel der Schweiz» herausgegeben.
2005/06
Während der Vogelgrippe bewährt sich die Vogelwarte als gefragte Auskunftsstelle für
Behörden, Medien und Bevölkerung.
2005
Mit dem Swiss Bird Index SBI ® präsentiert die Vogelwarte die jährliche Entwicklung
der Vogelbestände auf einfache und einprägsame Weise. Heute ist der SBI ® ein anerkannter
Umweltindikator, der in die offiziellen Analysen des Bundesamtes für Statistik
einfliesst.
Mit dem Aufbau von Methoden zur Messung von Stresshormonen im Blut und Kot von
Wildvögeln eröffnet sich der Vogelwarte ein neues Forschungsfeld. Das Wohlbefinden
und die Auswirkungen von Störungen von Wildvögeln werden messbar.
2003/04
Ein Team der Vogelwarte begibt sich in die mauretanische Sahara und erforscht, wie
die Zugvögel die grösste Wüste der Welt überqueren.
2003
Für das Programm «Artenförderung Vögel Schweiz» bündeln die Vogelwarte, der
Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und das Bundesamt für Umwelt BAFU ihre
Kräfte zur Rettung der bedrohten Vogelwelt.
2002
Neustart für das Rebhuhn: In den Kantonen Schaffhausen und Genf werden Rebhühner
ausgesetzt, um die Restbestände zu stärken. Vorgängig wurde der Lebensraum mit
Buntbrachen und Hecken ökologisch stark aufgewertet.
2001/02
Die Vogelwarte erarbeitet Grundlagen, die die besonders wichtigen Vogelarten bezeichnen,
und setzt damit einen Meilenstein bei der Prioritätensetzung im Naturschutz.
2001
Der erste Mediamatiker-Lehrling beginnt seine Berufsausbildung an der Vogelwarte.
Anfang April können die Räumlichkeiten im Gebäude «Am Bach» bezogen werden.
2000
Durch eine Reorganisation erhält die Vogelwarte moderne Strukturen und eine Dreierleitung
mit den Verantwortungsbereichen für Wissenschaft, Marketing und Betrieb.
Die CD-ROM «Bubo?» wird zum Bestseller. Die elektronische Sammlung von Vogeldaten
und Vogelspielen verkauft sich über 10 000-mal.
Die Vogelwarte gründet in Salgesch eine Aussenstelle Wallis, um den dortigen Reichtum
an seltenen Vogelarten speziell zu fördern.
1999
Zum ihrem 75-Jahre-Jubiläum schaltet die Vogelwarte erstmals ihre Internetseite
www.vogelwarte.ch auf.
1998
Der zweite Brutvogelatlas zieht Bilanz über die Entwicklung der Vogelwelt in den
letzten zwanzig Jahren. Erstmals wird die Häufigkeit der Brutvögel auf Dichtekarten
präsentiert.
1996/97
Die Vogelwarte untersucht in Spanien bei Malaga und auf Mallorca, wie Zugvögel das
Mittelmeer überwinden.
1994
Ein zweiter Anbau lindert die Platznot des wachsenden Instituts.
Das von der Vogelwarte und dem Naturhistorischen Museum Basel herausgegebene
Buch «Moult and Ageing of European Passerines» beschreibt akribisch den Gefiederwechsel
der Singvögel. Es wird zu einem Standardwerk der Mauserkunde.
1993
An der Vogelwarte wird der weltweit kleinste Telemetriesender entwickelt. Mit ihm
kann die Raumnutzung kleiner Singvögel erforscht werden.
1987-91
Mit dem Lebensrauminventar des Kantons Luzern schafft die Vogelwarte eine praxisnahe
Grundlage für den Naturschutz auf Gemeindeebene.
1976, 1986
Basierend auf den Ergebnissen der Wasservogelzählungen legt die Vogelwarte Inventare
der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Wasservögel vor. Der Bund richtet daraufhin
erste Wasservogelreservate ein.
1981
Ein Anbau schafft Platz für die Bibliothek und ein Sitzungszimmer.
1980
Der «Verbreitungsatlas der Brutvögel der Schweiz» zeigt erstmals die geografische Verbreitung
aller Brutvogelarten der Schweiz.
1977
Die Vogelwarte gibt die erste Rote Liste der Schweiz heraus, in der alle heimischen
Brutvogelarten nach ihrem Gefährdungsgrad eingestuft werden. Diese Rote Liste wird
zum Vorbild für spätere Rote Listen verschiedener Tier- und Pflanzengruppen.
1975
Alfred Schifferli jun. tritt die Leitung an Eduard Fuchs ab. In vier Jahrzehnten hat er die
Vogelwarte von einem ehrenamtlich geführten Einmannbetrieb zu einem eigenständigen,
im In- und Ausland anerkannten Institut entwickelt.
1970
Die Vogelwarte führt erste Vogelzugstudien mit einem Zielfolgeradar des Typs «Superfledermaus
» durch.
1966
Die Vogelwarte untersucht die Nebenwirkungen auf die Vogelwelt, die von der chemischen
Bekämpfung der Maikäfer ausgehen.
1962
Das Buch «Die Brutvögel der Schweiz» erscheint.
1958
Die Vogelberingungsstation auf dem Col de Bretolet in den Walliser Alpen wird in Betrieb
genommen.
1955
Das Gebäude am See wird am 23. Oktober eingeweiht und bezogen.
1954
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach wird in eine gemeinnützige Stiftung überführt,
und für den Neubau am Sempachersee erfolgt der Spatenstich.
1946
Die Vogelwarte zieht ins Rathaus von Sempach, wo ihr von der Korporation Sempach
zwei Räume im 1. Stock zur Verfügung gestellt werden. Die Vogelpflege bleibt im
Wohnhaus der Familie Schifferli.
1945
Die Vogelwarte schafft eine besoldete Halbtagesstelle für ihren Leiter.
1942
Die Gründung der «Gemeinschaft der Freunde der Vogelwarte» verhilft der Vogelwarte
zu Unterstützungsbeiträgen aus der Bevölkerung, um die schwierigen Kriegsjahre zu
überstehen.
1934
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Alfred Schifferli jun. die Leitung der Vogelwarte.
1924
Gründung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach durch die Schweizerische Gesellschaft
für Vogelkunde und Vogelschutz. Erster Leiter wird Alfred Schifferli sen.