
Index des schweizerischen Eisvogel-Brutbestands 1984-2007. Die tiefen Werte Mitte der Achtzigerjahre sind auf eine Reihe ungewöhnlich kalter Winter zurückzuführen. In der Folge erholten sich die Bestände aber rasch. Auch die kleineren Einbrüche 1991, 1997 und 1999 sind mit relativ harten Winterverhältnissen zu erklären.
Durch Aufplustern vergrössert das Rotkehlchen die isolierende Luftschicht im Federkleid, wodurch sich die Wärmedämmung verstärkt.
So paradox es klingen mag: Eis macht dem Eisvogel zu schaffen. Zugefrorene Gewässer verunmöglichen ihm das Fischen, die Vögel verhungern. Das Eis im Namen bezieht sich auf die tiefblaue Farbe seines Gefieders und nicht auf die einschneidenden Folgen, die wochenlange Vereisungen auf den Eisvogelbestand haben können. In strengen Wintern erleiden die Eisvögel hohe Verluste. Im "Polarwinter" 1962/63 sind in Mitteleuropa 80-95 % aller Eisvögel umgekommen. Eine gesunde Population kann aber solche natürlichen Verluste in Jahren mit gutem Bruterfolg bald wieder ausgleichen. Der Eisvogel kann in günstigen Jahren bis zu drei Bruten aufziehen, das ergibt über acht Junge pro Brutpaar und Jahr.
Kälte allein kann selbst wärmeliebenden Vogelarten nichts anhaben. So kann man etwa Wellensittiche, die das heisse Zentrum Australiens bewohnen, selbst mitten im Winter tagsüber in einer windgeschützten Aussenvoliere halten. Denn das Gefieder hält den Vogel warm. Das luftgefüllte Federkleid gilt als eines der besten natürlichen Isolationsmaterialien.
Wasservögel schützen sich zusätzlich mit einer Fettschicht unter der Haut. Die lebenswichtigen Organe im Körperinnern weisen eine Kerntemperatur von 41 °C auf, während die Temperatur in den äusseren Körperbereichen absinkt. Dadurch verringert sich der Temperaturunterschied zwischen Haut und Umgebung, und es wird verhindert, dass das warme Blut an der Körperoberfläche abkühlt und kalt zum Herzen zurückfliesst. Besonders wichtig ist das an den Beinen und Füssen, die im Kontakt mit Wasser und Eis am meisten Wärme abgeben. Für Wasservögel ist es wichtig, dass ihre überwinterungsgewässer nicht zufrieren. Die Flüsse und Seen der Schweiz sind daher bei den nordischen Wasservögeln sehr beliebt. Eine halbe Million Enten, Taucher und Möwen finden auf den Schweizer Seen ideale Verhältnisse zum überwintern. Nur wenn auch die grossen Schweizer Seen zufrieren, was letztmals 1962/63 der Fall war, sind die Wasservögel gezwungen, weiter nach Südwesten auszuweichen.
Singvögel geraten durch gefrierenden Regen in Bedrängnis. Wenn unterkühlte Regentropfen auf eine feste Unterlage fallen, gefrieren sie schlagartig. Um das Geäst der Bäume bildet sich eine kompakte Eiskruste. Eier und Larven von Insekten, die an Zweigen haften oder in Ritzen der Borke stecken, werden für Meisen, Kleiber und Baumläufer unzugänglich. Hält diese Situation tagelang an, fordert sie viele Opfer unter den Singvögeln.