Buchfink

Pinson des arbres - Common Chaffinch

Fringilla coelebs

Buchfink

© Beat Walser



Merkmale:
weisse Flügelbinden und Schwanzkanten; beim Männchen Kopf und Hals graublau, Brust und Wangen rosa, Rücken kastanienbraun; das Weibchen ist oben graubraun und unterseits hellbeige gefärbt.


Zugverhalten Buchfink
Bestand in der Schweiz (Paare): 900'000-1'200'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Teilzieher
Grösse (cm):
15
Gewicht (g):
19-24
Gelegegrösse:
4-5
Brutort:
Bäume und Sträucher
Brutdauer (Tage):
12-13
Nestlingsdauer (Tage):
12-15
Nahrung:
Samen
Vogelgruppe:
Singvögel Finken
Lebensraum:
Wald, Obstgärten, Siedlungen


Der Buchfink ist eine der häufigsten Vogelarten Europas; er fehlt nur gerade in Nordskandinavien. In Mitteleuropa übertrifft er wohl sogar die Zahl der Amseln und Sperlinge. Abgesehen von wenigen Verbreitungslücken in den Hochalpen findet man ihn in der ganzen Schweiz von den Niederungen bis hinauf zur oberen Waldgrenze. Die höchstgelegenen Bruten konnte man auf rund 2300 m nachweisen. Stellenweise nisten die Buchfinken in grosser Dichte (bis 22 Paare auf 10 ha). Schätzungen lassen vermuten, dass der schweizerische Brutbestand rund 2 Millionen Paare beträgt. Die meisten unserer Buchfinken ziehen ab Ende September bis Oktober in die Mittelmeerländer. Auf Äckern und Stoppelfeldern sind dann oft grosse Schwärme von rastenden Buchfinken zu beobachten, die zusammen mit anderen Finken, Ammern und Sperlingen Nahrung suchen. Besonders gut lässt sich der Zug der Buchfinken auf einigen Alpenpässen mitverfolgen: An Spitzentagen reisst der aus Zehntausenden von Buchfinken bestehende Strom vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung nicht ab. Schon Ende Februar oder im März beginnen Buchfinken zu singen. Der Finkenschlag, eine schmetternde Kaskade heller Pfeiftöne, endet in einem Schnörkel. Man kann diesen Gesang recht anschaulich mit "zizizizizizieieieirrrrrr-würzgebier" wiedergeben. In Mitteleuropa kann man verschiedene Dialekte des Buchfinkenschlags unterscheiden. Solche Dialekte sind auch beim sogenannten Regenruf des Männchens festzustellen. Meist klingt dieser Ruf wie "wried " oder "trief", in Norddeutschland aber wie das "Huid" des Gartenrötels und im Südschwarzwald wie "tititüt".