Habicht

Autour des palombes - Northern Goshawk

Accipiter gentilis

Habicht

© Zdenek Tunka



Merkmale:
viel grösser als der ähnliche Sperber; Altvögel unten eng grau gebändert, sogenannt gesperbert, Junge kräftig dunkelbraun längsgestreift; Augen gelb; ruft schrill "gig-gig-gig" und bussardähnlich "hiäh"; fliegt rasant, taucht unvermittelt auf; Weibchen grösser und kräftiger als Männchen.


Zugverhalten Habicht
Bestand in der Schweiz (Paare): 1400-1600 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
50-60
Gewicht (g):
500-1350
Gelegegrösse:
3-4
Brutort:
Bäume
Brutdauer (Tage):
36-41
Nestlingsdauer (Tage):
36-40
Nahrung:
Kleinsäuger, Vögel
Vogelgruppe:
Greifvögel
Lebensraum:
Wald


Dieser nach Steinadler und Bartgeier stärkste unserer Greifvögel ist mit seinen kurzen Flügeln und dem langen Schwanz ein überaus wendiger Flieger. Da er seinen Flug nur über eine kurze Strecke beschleunigen kann, muss er unvermittelt angreifen. Flach über dem Boden, jede Deckung durch Buschwerk und Bäume ausnutzend, überrascht er seine Beute in schnellem Flug. Auch in Wäldern, wo er das ganze Jahr über lebt, kann man ihn daher selten beobachten. Seine Beute reicht vom Sperling bis zum Auerhuhn, von der Maus bis zum Hasen. Starke Hasen überwältigt allerdings nur das Weibchen, das Männchen jagt meist Tiere bis Kaninchen- und Fasanengrösse. Ein Habichtpaar braucht ein grosses Revier, aus dem es andere, besonders junge Habichte, die sich ein Revier suchen, vertreibt. Sie brüten meist am Rand geschlossener Hochwälder mit altem Baumbestand. Beim eindrucksvollen, weihenartig weichen Balzflug kreist ein Paar des sonst so heimlichen Vogels rufend hoch über seinem Revier, stürzt mitunter 100 m ab oder steigt auf, wobei die gespreizten weissen Unterschwanzdecken aufleuchten. Da sich der Habicht hin und wieder an Hausgeflügel vergreift, wurde er stark verfolgt. Diese Verfolgung hat - zusammen mit der Wirkung von Umweltgiften - bis zu Beginn der siebziger Jahre zu einem drastischen Bestandsrückgang geführt. Dank einem Verbot der gefährlichsten Gifte und reduzierter Verfolgung hat sich der Habichtbestand seither wieder erholt.