Merkmale:
Sehr grosser Greifvogel; im Vergleich zu anderen Geiern schmale, spitze Flügel, langer Keilschwanz. Jungvögel dunkelbraun mit hellerem Bauchgefieder; Geschlechter gleich.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 0 | Rote Liste 2001:
in der Schweiz ausgestorben |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
110 |
Gewicht (g):
5000-7000 |
Gelegegrösse:
1-2 |
| Brutort:
Felsnischen |
Brutdauer (Tage):
55-60 |
Nestlingsdauer (Tage):
100-110 |
| Nahrung:
Aas, Knochen |
Vogelgruppe:
Greifvögel |
Lebensraum:
Gebirge |
Der Bartgeier ist mit einer Spannweite von 2,5-2,8 m ein sehr stattlicher Vogel. Er ist von Afrika bis Zentralasien verbreitet. In Südeuropa leben heute weniger als 100 Brutpaare. Die Alpen-Population wurde nach einer rücksichtslosen Verfolgung gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgelöscht. Nach einem erfolglosen ersten Aussetzungsversuch begann 1986 das Programm zur Wiedereinbürgerung des Bartgeiers in den Alpen; über 160 Vögel wurden bis heute ausgesetzt, 26 zwischen 1991 und 2007
im Schweizerischen Nationalpark. 2010 wurde mit Aussetzungen an einem neuen Ort, im Calfeisental SG, begonnen, wo 3 Jungvögel den Weg in die Freiheit fanden. Trotz etlicher Rückschläge verläuft das Wiederansiedlungsprojekt aber recht erfolgversprechend. In den neunziger Jahren wurde die Art regelmässig in den Schweizer Alpen, vor allem in Graubünden und im Wallis, beobachtet, doch kam es erst 2007 zu den ersten Bruten auf Schweizer Territorium. Hingegen unternahm 1996 ein Paar in Hochsavoyen F einen ersten erfolglosen Brutversuch. 1997 kam dort der erste junge Bartgeier - Phénix genannt - zum Ausfliegen. Bis Ende 2009 sind im Alpenraum bereits 58 Jungvögel in Freiheit gross geworden. Aktuell schätzt man die Zahl der Bartgeier in den Alpen auf mehr als 130 Individuen.
Der Bartgeier ist ein Nahrungsspezialist, der sich von Knochen und vom Fleisch toter Tiere ernährt. Knochen lässt er aus grösserer Höhe fallen, damit sie zersplittern.
