Merkmale:
fächerförmiger Schwanz, schwarzgraues Gefieder mit dunkelgrüner Brust und bräunlicher Tönung auf den Flügeln; Weibchen kleiner, hat Tarnfärbung mit orange-brauner Brust.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 450-500 (2004) | Rote Liste 2001:
stark gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
62-86 |
Gewicht (g):
1500-4400 |
Gelegegrösse:
7-11 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
24-26 |
Nestlingsdauer (Tage):
14-21 |
| Nahrung:
Pflanzen, Beeren |
Vogelgruppe:
Hühnervögel |
Lebensraum:
Wald |
Die Balz des Auerhahns gehört zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen. Die Hähne beginnen in der Morgendämmerung mit einem "Knappen", das sich bis zum "Triller" beschleunigt; abgeschlossen wird die Balzstrophe mit dem Hauptschlag, dem "Schnalzen", einem Ton, wie er beim Herausziehen eines Sektkorkens entsteht. Während der Balz läuft der Hahn auf den waagrechten Fichten- und Tannenästen hin und her. Bei Sonnenaufgang fliegt er zu Boden, um sich mit den angelockenten Hennen zu paaren. Leider ertönt diese Balz immer seltener aus unseren Wäldern. Hauptursache dafür sind Veränderungen des Lebensraums wie das Aufkommen dichter, dunkler Wälder und menschliche Störungen. Deutliche Anzeichen für den Bestandsrückgang sind auch die zunehmenden Meldungen über "balztolle" Hähne, die mangels Weibchen jegliche Scheu verlieren. Sie dringen bis in die Siedlungen vor und balzen vor parkierten Autos, Skifahrern und Fussgängern. In lichten, strukturreichen Wälder im Jura, in den nördlichen Voralpen sowie in den zentralen und östlichen Alpen kann das Auerhuhn noch angetroffen werden.
