Merkmale:
Hahn glänzend blauschwarzes Gefieder, weisse Flügelbinden, leierförmiger Schwanz mit weissen Unterschwanzdecken; Henne kleiner als der Hahn, Gefieder rötlich- und hellbraun gebändert, weisse Flügelbinden, leicht gegabelter Schwanz.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 7500-10000 | Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
35-41 |
Gewicht (g):
750-1400 |
Gelegegrösse:
6-10 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
24-28 |
Nestlingsdauer (Tage):
14 |
| Nahrung:
Pflanzen, Beeren |
Vogelgruppe:
Hühnervögel |
Lebensraum:
Wald |
Bei den polygamen Birkhühnern kümmern sich die Hähne nicht um Nestbau und Brutpflege. Zu ihren eindrucksvollen Balzspielen finden sich Birkhähne bereits im April ein, einen Monat früher als die Hennen. Auf dem Balzplatz springen sie, laut mit den Flügeln schlagend, in die Höhe und rufen dabei zischend "tschuwi", dann tragen sie untereinander Scheinkämpfe aus. Später kommt es auch bei den Hennen manchmal zu einem Wettstreit. Versucht ein Hahn in die Mitte des Platzes vorzudringen, wo er die besten Chancen zur Begattung von Hennen hat, kann aus dem Spiel Ernst werden. Die Balzplätze liegen meist an einer offenen Stelle mit nur niedriger Vegetation und werden in der Regel Jahr für Jahr wieder benutzt. Alte Hähne nehmen oftmals im Herbst die Balzspiele an diesen Plätzen erneut auf. Das Birkhuhn kommt in der Schweiz - im Gegensatz zu anderen Teilen Europas, wo es weite Moor- und Heidegebiete bewohnt - nur im Bereich der Waldgrenze vor. Es benötigt eine gut ausgebildete Zwergstrauchschicht aus Heidel- und Moorbeeren sowie Alpenrosen, da es sich zu einem grossen Teil von deren Blättern, Knospen und Früchten ernährt. Der Bruterfolg hängt stark von der Witterung ab; während in warmen, trockenen Sommern viele Junge aufkommen, gehen bei kühlem und niederschlagsreichem Wetter die meisten Küken ein. Zunehmende Erschliessung und starker Erholungsbetrieb an der Waldgrenze sowie die Vergandung bedeuten weitere Gefahren für unseren Birkhuhnbestand.
