Merkmale:
im Sommer Flügel weiss und Körper dunkel; Weibchen gelbbrauner als das Männchen; im Winter ausser dem schwarzen Schwanz reinweiss; das Männchen hat einen schwarzen Streif zwischen Schnabel und Auge sowie besonders zur Brutzeit auffällig rote Augenwülste.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 12000-15000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
35 |
Gewicht (g):
400-600 |
Gelegegrösse:
5-9 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
21-24 |
Nestlingsdauer (Tage):
10 |
| Nahrung:
Pflanzen, Beeren |
Vogelgruppe:
Hühnervögel |
Lebensraum:
Gebirge |
Während der Eiszeit war das Alpenschneehuhn über ganz Mitteleuropa verbreitet. Als es wärmer wurde, zog es sich nach Nordeuropa und in die Alpen zurück. Vorwiegend in einer Höhe von 2000 bis 2500 m hält es sich hier am liebsten in blockübersäten Hängen mit Kuppen und Runsen auf, die reichlich Warten und Deckung bieten. Hier findet es auch die Zwergsträucher und Alpenkräuter, von deren Trieben, Knospen, Samen und Beeren es sich ernährt. Überschreitet die Temperatur 15 Grad Wärrne, wird es ihm zu heiss und es sucht einen Ort im Schatten auf. Nach der Brutzeit streifen die Schneehühner vermehrt umher und können dann gelegentlich bis in Höhen von 3600 m gelangen. Mit dem Einschneien im Herbst begeben sie sich ins Brutgebiet zurück, wo die Hähne wieder mit Balzen beginnen und ein Territorium besetzen. Den Winter verbringen sie danach einzeln oder in lockeren, kleinen Trupps. Als einzige Vögel vertauschen Schneehühner im Winter ihr braunes Sommerkleid mit einem schneeweissen, das sie vor Feinden verbirgt und, weil es dichter ist, vor Kälte schützt. Selbst die Zehen sind dann befiedert. Nebst einem hervorragenden Kälteschutz bietet dies den Vorteil, dass die Vögel weniger einsinken und damit besser über den Schnee trippeln können. Bei grimmiger Kälte und zur Nachtruhe begeben sie sich in tiefe, selbstgegrabene Schneelöcher, wo sie sich erwärmen können. Im Frühling sieht man die Hähne von ihren erhöhten Sitzen mit schwirrendem Flügelgeräusch, knarrend "karr" rufend, im Balzflug in geringer Höhe über 50 m weit fliegen und in Schlangenlinien zurückkehren. Mit seinen weissen Flügeln bei rot-braunem Körper fällt der Hahn im Flug sehr auf, am Boden ist er kaum mehr zu entdecken.
