Merkmale:
Hahn mit grün schillerndem Kopf und rotem Gesicht, Rest rotbraun, Schwanz sehr lang; Henne schlicht braun mit kürzerem Schwanz; drückt sich bei Gefahr zu Boden oder fliegt geräuschvoll auf.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 100-500 (2004) | Rote Liste 2001:
nicht beurteilt |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
60-90 |
Gewicht (g):
900-1400 |
Gelegegrösse:
8-15 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
23-25 |
Nestlingsdauer (Tage):
12-14 |
| Nahrung:
Pflanzen, Samen |
Vogelgruppe:
Hühnervögel |
Lebensraum:
Wiesen und Äcker |
Die Heimat des Fasans liegt in Asien zwischen dem Kaukasus und China. Die Griechen führten ihn wahrscheinlich aus der Landschaft Kolchis an der Ostküste des Schwarzen Meeres nach Europa ein; die Römer hielten ihn in Gehegen und brachten ihn auch nach Mitteleuropa, wo er im Laufe des Mittelalters auf freier Wildbahn völlig heimisch und ein beliebter Jagdvogel wurde. Mit diesem Fasan kreuzten sich andere, im 19. und 20. Jahrhundert eingeführte Rassen, unter denen der chinesische Ringfasan dominiert. Sein weisser Halsring herrscht beim heutigen Jagdfasan vor. Das Erbe der ursprünglichen kolchischen Rasse schlägt jedoch in der Vorliebe für Auenwälder, Schilf und Wassernähe durch. In der Schweiz findet man den Fasan heutzutage noch in wenigen Gebieten in den Tieflagen. Im Gegensatz zu den Nachbarländern, wo der Fasan trotz starker Jagd in seinem Bestand zunimmt, kann er sich bei uns ohne ständige Aussetzungen kaum halten. Als Gründe dafür kommen die sehr intensiv betriebene Landwirtschaft, das rauere Klima und der hohe Räuberdruck in Betracht, die vorab bei der Jungenaufzucht zu hohen Ausfällen führen. Heute werden viel weniger Fasane ausgesetzt als noch vor 30 Jahren. In der Folge hat der Fasan weite Teile des Mittellandes geräumt. Die Jagd ist nicht einfach, denn wie das Rebhuhn versteht es der Fasan vortrefflich, sich in dichtem Bewuchs vor Feinden zu schützen und unsichtbar zu machen. Meist fliegt er erst knapp vor den Füssen des Jägers oder dem aufstöbernden Hund mit lautem Fluggeräusch auf. Hat er Fahrt und Höhe gewonnen, gleitet er gern mit ausgestreckten Schwingen. Am liebsten übernachtet er auf Bäumen.
