Merkmale:
Gefieder orangebraun; Schwingen und Schwanz mit breiten schwarzen und weissen Bändern; orangefarbener Schopf; langer, gebogener Schnabel mit schwarzer Spitze; Geschlechter ähnlich; Balzruf ein weithin hörbares "Hup hup hup".
| Bestand in der Schweiz (Paare): 185 (2007) | Rote Liste 2001:
stark gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
28 |
Gewicht (g):
55-80 |
Gelegegrösse:
5-6 |
| Brutort:
Baum- und andere Höhlen |
Brutdauer (Tage):
15-16 |
Nestlingsdauer (Tage):
21-28 |
| Nahrung:
Insekten |
Vogelgruppe:
Rackenvögel |
Lebensraum:
Obstgärten, Kulturland |
Dank dem prächtigen Kopfschmuck, dem orangefarbenen Gefieder und den breiten, schwarzen und weissen Bändern auf Schwingen und Schwanz wirkt der Wiedehopf wie ein exotischer Vogel. Dazu kommt der Reiz der Seltenheit, denn der einst bei uns weit verbreitete Vogel brütet nur noch in geringer Zahl und fehlt auf weiten Strecken. In den Jahren 1993 bis 1996 haben in der Schweiz nur noch ca. 110 Paare gebrütet, rund die Hälfte davon im Wallis. 2007 wurden rund 185 Paare ermittelt. Dank Förderungsmassnahmen im Wallis, Tessin, in Graubünden und an der La Côte, u.a. mit zahlreichen Nistkästen, konnte eine markante Zunahme erzielt werden. Der Wärme und Trockenheit liebende Wiedehopf bevorzugt mit Bäumen und Büschen bestandene Landschaften in klimatisch begünstigten Gegenden, wie Hochstammobstgärten, Weideland mit Hecken und einem lockeren Baumbestand oder mit Brachflächen und Trockenmauern durchsetzte Rebberge. Schnell und weit hörbar ruft er in gleicher Tonlage wie der Kuckuck "hu-hu-hu"; diesem Ruf verdankt er seinen wissenschaftlichen Namen Upupa. Rau und starartig klingt der Alarmruf "errr". Bei der Balz richtet das Männchen erregt die Federn der Kopfhaube auf und verneigt sich vor dem Weibchen, das es während der Brutzeit füttert. Zur Abwehr von Feinden können die Nestlinge ihren Darminhalt, dem ein übelriechendes Sekret beigemischt wird, mehrmals ausspritzen. Auch das brütende Weibchen "stinkt wie ein Wiedehopf", wie man volkstümlich sagt.
