Buntspecht

Pic épeiche - Great Spotted Woodpecker

Dendrocopos major

Buntspecht

© Sergio Tirro



Merkmale:
schwarz mit weissen Flecken; rote Unterschwanzdecken; Männchen im Genick karminrot; Jungvögel mit rotem Scheitel; vom Kleinspecht deutlich durch die Grösse zu unterscheiden.


Zugverhalten Buntspecht
Bestand in der Schweiz (Paare): 35'000-55'000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
23
Gewicht (g):
70-90
Gelegegrösse:
4-7
Brutort:
Baumhöhlen
Brutdauer (Tage):
11-13
Nestlingsdauer (Tage):
20-24
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Spechte
Lebensraum:
Wald, Siedlungen


Der Buntspecht kommt in der Schweiz von den Tieflagen bis hinauf zur Baumgrenze vor und ist unsere häufigste und am weitesten verbreitete Spechtart. In Nadelwäldern reissen Buntspechte gerne Fichten- oder Kiefernzapfen ab. Damit fliegen sie an einen Stamm, wo sie den Zapfen in ein zuvor ausgehacktes Loch klemmen und so lange darauf hämmern, bis sie die Samen zwischen den Schuppen erreichen können. Da Buntspechte aber vor allem Larven von Bock- und Borkenkäfern fressen, sind sie, wie alle Spechte, bei Forstleuten beliebt. Sie meisseln auch in Telefonstangen Löcher, um an Insekten heranzukommen. Im Frühjahr, wenn in den Bäumen der Saft steigt, ringeln Buntspechte die Bäume: sie schlagen die Rinde um den Stamm in Spiralen an, bis sie die aus den Saftbahnen austretenden Tropfen ablecken können. Bei ihrem Wellenflug legen sie im Tal die Schwingen an den Körper und beschreiben dann mit schnellem Flügelschlag einen neuen Bogen. Sie rufen laut und scharf "kick", geben aber auch krächzende Laute von sich. Der Buntspecht singt nicht, er trommelt: mit dem Schnabel hämmert er in rasender Folge (10 Schläge in der Sekunde) auf einen schwingenden Gegenstand, meist einen dürren Ast. Dieses Trommeln hört man bei den meisten Spechten besonders im Frühling. Es hat nichts mit dem Klopfen bei der Nahrungssuche zu tun.