Felsenschwalbe

Hirondelle de rochers - Eurasian Crag Martin

Ptyonoprogne rupestris

Felsenschwalbe

© René-Pierre Bille



Merkmale:
Ähnlich Uferschwalbe, doch kräftiger, mit dunklerer Unterseite ohne Brustband; der praktisch ungegabelte Schwanz hat eine weisse Fleckenbinde; beide Geschlechter gleich.


Zugverhalten Felsenschwalbe
Bestand in der Schweiz (Paare): 4000-5000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
20-22
Gelegegrösse:
3-5
Brutort:
Felsen, Gebäude
Brutdauer (Tage):
14
Nestlingsdauer (Tage):
25-26
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Singvögel Schwalben & Segler
Lebensraum:
Felsen, Siedlungen


Die Felsenschwalbe ist die kräftigste und robusteste unter den vier in der Schweiz brütenden Schwalbenarten. Dieser graubraune Vogel kehrt auch schon früh aus seinen Überwinterungsgebieten im Mittelmeerraum zurück: Regelmässig werden die ersten Felsenschwalben Ende Februar bei uns gesichtet. Bei einer solch frühen Ankunft muss dieser Flugjäger natürlich damit rechnen, dass späte Wintereinbrüche Nahrungsengpässe verursachen werden. Doch die Felsenschwalbe kann einiges einstecken. Bei Schlechtwetter weicht sie ans nächste Gewässer oder an eine milde Lage aus. Offenbar lassen sich dort immer noch genügend Insekten finden, denn obwohl sich an solchen Orten manchmal Dutzende, gelegentlich gar mehrere hundert Felsenschwalben einfinden, wird kaum je ein entkräfteter Vogel gefunden. Als Bewohner von Felslandschaften, wo mal kleinste Aufwinde entstehen, mal ruppige Winde blasen, zählt diese Schwalbe zu unseren bemerkenswertesten Flugkünstlern. Auf kleinstem Raum kann sie wenden, beinahe Loopings machen und dann wieder kühn ins Tal hinunter schiessen. Einst kannte man die Felsenschwalbe nur in den Alpen, wo sie hauptsächlich in den südlichen Landesteilen und in Föhntälern vorkam. Ab 1980 hat sie begonnen, den Jura zu besiedeln, wo sie mittlerweile an rund zwei Dutzend Stellen brütet. Mehr und mehr nistet sie auch an Brücken oder an Häusern. Dank dieser Anpassung nimmt sie im traditionellen Brutgebiet zu. Zudem dringt sie an vielen Stellen gegen das Mittelland vor - jetzt brütet sie gar mitten in Bern. Wir sind gespannt, welche weiteren Überraschungen dieser elegante Flieger noch für uns bereit hält!