Merkmale:
knapp amselgross; Männchen goldgelb, Flügel und Schwanzzeichnung schwarz; Weibchen oben gelblichgrün, unten hellgrau mit dunkler Streifung; Jungvögel ähnlich, oben gelb gefleckt, unten weisslich mit dunklen Flecken; flötende Stimme.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 1000-2000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
24 |
Gewicht (g):
65-67 |
Gelegegrösse:
3-4 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
14-15 |
Nestlingsdauer (Tage):
14-15 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen, Früchte |
Vogelgruppe:
Singvögel |
Lebensraum:
Laubwald |
Das Männchen des Pirols mit seinem goldgelben Gefieder, von dem sich das Schwarz der Flügel und der Schwanzzeichnung auffällig abhebt, wirkt eher wie ein Vogel der Tropen. Aus den Tropen und Subtropen dürfte er denn auch stammen. Von den 28 Arten der Pirole sind nur zwei in die nördliche gemässigte Zone vorgedrungen, und selbst unser Pirol kommt noch in Indien vor. Im Mittelland ist er unterhalb 600 m über Meer ein nicht allzu seltener Brutvogel. Weil sich der schmucke Vogel aber meistens in den Kronen hoher Bäume aufhält, bekommt man ihn nur selten zu Gesicht. Der Pirol liebt vor allem Auen - und andere Laubwälder, bewohnt aber auch grössere Parkanlagen. Wenn die Kirschen reifen, besucht er auch kleinere Obstgärten. Die paar saftigen Früchte sollten wir dem prächtigen Vogel gönnen, erfreut er uns doch nicht nur durch sein schmuckes Gefieer, sondern auch mit seinem wohlklingenen "Ogloüho " und "Didadiglüo". Daneben lässt er einen leise schwatzenden Gesang und eichelhäherartig kreischende Töne hören. Seinen Flötenrufen verdankt er neben dem deutschen Namen Pirol und der wissenschaftlichen Bezeichnung Oriolus auch den französischen Namen Loriot. Der Gesang dieses Vogels ist leicht erkennbar, auch wenn der Pirol im Gewirr des dichten Laubwerkes nur schwer zu entdecken ist. Sehr oft wird er allerdings in seinem Gesang vom Star treffend ähnlich nachgeahmt.
