Merkmale:
deutlich kleiner als Rabenkrähe und verglichen mit dieser auch schnellerer Flügelschlag; beide Geschlechter schwärzlich mit grauem Nacken; helle Iris; meist angenehm klingende, kurze Rufe: "kja", oft mehrfach wiederholt, härteres "kjack!" oder gezogenes "kjaar".
| Bestand in der Schweiz (Paare): 1100-1200 | Rote Liste 2001:
verletzlich |
Zugverhalten:
Standvogel, Teilzieher |
| Grösse (cm):
33 |
Gewicht (g):
220-270 |
Gelegegrösse:
3-6 |
| Brutort:
Gebäude, Baumhöhlen, Felsnischen |
Brutdauer (Tage):
17-18 |
Nestlingsdauer (Tage):
30-35 |
| Nahrung:
Abfall, Spinnen, Insekten, Säuger, Vögel, Früchte |
Vogelgruppe:
Singvögel Rabenvögel |
Lebensraum:
Kulturland, Siedlungen |
Dohlen sind Allesfresser, die weder pflanzliche noch tierische Nahrung verschmähen. In Maikäferflugjahren kann sich dieser kleine Krähenvogel weitgehend auf diese Beute spezialisieren, während er sonst von Jungvögeln über Schnecken und Früchte bis zu Hausabfällen alles verschlingt. Oft gehen Dohlen gemeinsam mit Staren und anderen Vögeln auf Nahrungssuche, wobei sie in erster Linie Felder und Weiden aufsuchen. Man trifft futtersuchende Dohlen auch in Parks und in Ortschaften. Zur Brutzeit kann es vorkommen, dass sie sich auf den Rücken von Schafen oder von Pferden setzen, um diesen Wolle und Haare für den Bau ihres Nestes auszurupfen. Dohlen nisten gern in lockeren Kolonien in Schlosstürmen und Burgruinen, Felswänden und Baumhöhlen. In der Schweiz brüten sie unterhalb 800 m; ihr Bestand wird auf rund 1100-1200 Brutpaare geschätzt. Unsere grösste Kolonie beherbergt zur Zeit 70-80 Brutpaare; anderswo in Europa sind Populationen mit einigen hundert Brutpaaren keine Seltenheit. Bei der Balz verneigt sich das Männchen, spreizt dabei Flügel und Schwanz und zeigt manchmal seinen grauen Nacken, indem es die Scheitelfedern aufrichtet und den Schnabel gegen die Brust drückt.
