Merkmale:
sehr kontrastreiches schwarzweisses Gefieder, das je nach Licht metallisch grün oder blau schimmert; langer, keilförmiger Schwanz; beide Geschlechter gleich; der "Tschack-tschack"-Ruf ist unverkennbar.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 20'000-40'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
46 |
Gewicht (g):
200-250 |
Gelegegrösse:
4-8 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
17-18 |
Nestlingsdauer (Tage):
22-24 |
| Nahrung:
Abfall, Spinnen, Insekten, Säuger, Vögel, Früchte |
Vogelgruppe:
Singvögel Rabenvögel |
Lebensraum:
Siedlungen, Obstgärten |
Elstern sind sehr anpassungsfähig und ziehen tierische Nahrung pflanzlicher vor. Da sie neben sehr vielen Insekten auch Eier und Junge anderer Vögel erbeuten, gelten sie vielerorts als grosse Schädlinge. Sie wurden deshalb im In- und Ausland stark dezimiert. Dass die Schädlichkeit der Elstern überschätzt wird, zeigt sich beispielsweise in der Camargue, wo trotz der überaus hohen Bestandsdichte dieser Rabenvögel die Singvögel nicht abgenommen haben. In der Schweiz sind Elstern weit verbreitet bis 1200 m, sie fehlen jedoch im Tessin. Als Lebensräume schätzen sie offene und halboffene Landschaften, die mit Baumreihen, Hecken oder Feldgehölzen durchsetzt sind. Zunehmend dringen sie heute in Ortschaften, ja sogar in Städte vor. Auch im Alpengebiet, wo sie vor allem die grösseren Täler besiedeln und ihren höchsten Brutort auf 2000 m erreichen, scheinen sie sich in jüngster Zeit etwas auszubreiten. Gewöhnlich halten sich Elstern paarweise auf. Im Winterhalbjahr kann man jedoch gelegentlich auch Trupps von mehreren Dutzend beobachten. Der Trieb, Vorräte zu sammeln, ist zwar allen Rabenvögeln eigen, bei der Elster jedoch besonders stark ausgeprägt. Das Balzverhalten dieses verbreiteten, doch scheuen Vogels ist sehr vielseitig und noch ziemlich unerforscht. Gelegentlich konnte man beobachten, wie das Männchen ungefähr 30 cm über dem Weibchen schwirrt.
