Merkmale:
etwa taubengrosser Vogel mit schillerndem, schwarzem Gefieder und gelbem Schnabel; Beine rot, bei Jungvögeln dunkel; beide Geschlechter gleich; Flugakrobat; gesellig und ruffreudig.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 10'000-15'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
38 |
Gewicht (g):
180-270 |
Gelegegrösse:
4-5 |
| Brutort:
Felsnischen |
Brutdauer (Tage):
18-21 |
Nestlingsdauer (Tage):
31-38 |
| Nahrung:
Abfall, Spinnen, Insekten, Säuger, Vögel, Früchte |
Vogelgruppe:
Singvögel Rabenvögel |
Lebensraum:
Gebirge |
Mit den roten Füssen und dem gelben Schnabel ist der kleine schwarze Krähenvogel sicher jedem Berggänger bekannt. Denn mit seiner Zutraulichkeit, aber auch mit seinen beeindruckenden Flugkünsten lockt er die Aufmerksamkeit auf sich. Gerade weil die Alpendohle ein meist gern gesehener Vogel ist und für sie mancher Brocken abfällt, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten vermehren können. Dank dem Skitourismus und den Bergrestaurants hat sie auch in der härtesten Jahreszeit stets einen gedeckten Tisch. Deshalb überwintert sie jetzt regelmässig bis in Höhen von gegen 3500 m. Populationen, in deren Brutgebiet der Wintersport nur ein geringes Ausmass erreicht, machen sich von Oktober bis April/Mai täglich auf einen Nahrungsflug, d.h. sie begeben sich vom Morgengrauen bis zum frühen Nachmittag in eine Ortschaft in den Tälern. Zum Schlafen steigen sie anschliessend wieder zurück ins Brutgebiet. Bei sehr schlechtem Wetter kann es auch während der Sommermonate vorkommen, dass Alpendohlen in den Niederungen erscheinen. Allerdings werden sie im Jura nur ganz ausnahmsweise beobachtet. Die Alpendohle brütet meist in Felswänden zwischen 1200 und 3400 m, hat aber auch schon Brutversuche auf rund 600 m unternommen. In zunehmendem Masse errichtet sie ihr Nest in Kunstbauten wie Alphütten, Bergbahnstationen und Tunnels. Sie nistet gesellig, in der Regel in kleineren Kolonien bis zu 20 Paaren, oft aber auch einzeln. Die Brutzeit dauert 18 bis 21 Tage. Bei der Aufzucht hilft auch das Männchen, und die Jungen verlassen das Nest im Alter von fünf Wochen. Später schliessen sich die Familien zu Trupps zusammen, die bis zum Ende des Winters bestehen bleiben.
