Merkmale:
Flügel, Schwanz und Scheitel blau; Wangen weiss; Rücken grün und Unterseite gelb; beide Geschlechter gleich; feiner aber kräftiger Schnabel.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 150'000-250'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Teilzieher |
| Grösse (cm):
11 |
Gewicht (g):
9-12 |
Gelegegrösse:
6-15 |
| Brutort:
Baum- und andere Höhlen |
Brutdauer (Tage):
13-15 |
Nestlingsdauer (Tage):
19-20 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen, Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel Meisen |
Lebensraum:
Laubwald, Obstgärten, Siedlungen |
Der lebhaften, kecken und geschickten Blaumeise schaut man gerne zu, wenn sie sich am Futterbrett mit anderen Vögeln um einen Happen balgt oder wenn sie an einem Zweig herumturnt, um an eine versteckte Beute heranzukommen. Meisen sind sehr einfallsreich und können sich innert kürzester Zeit auf ein neues Nahrungsangebot einstellen. So fanden Blaumeisen bei einem Versuch schnell heraus, dass sie eine Reihe von Pfropfen herausziehen oder kleine Schubladen öffnen mussten, um an ihr Futter heranzukommen. Fliegen Blaumeisen in ein Haus hinein, überkommt sie zuweilen der unwiderstehliche Drang, Tapeten zu zerfetzen, Buchseiten, Zeitungen und Zettel zu zerreissen und blindlings auf Fensterkitt und anderes Material einzuhacken. Der Grund für diesen sonderbaren Drang ist nicht bekannt. Er mag jedoch mit dem Verhalten dieser Vögel bei der Nahrungssuche zusammenhängen: Meisen reissen bei der Insektensuche oft kleine Rindenstücke von den Bäumen. Blaumeisen waren ursprünglich Waldvögel; sie sind aber heute auch in Lebensräumen zu finden, die stark vom Menschen beeinflusse sind, etwa in Gärten, Hecken, Obstgärten und Parks. Es fällt auf, dass Blaumeisen als Brutvögel in der Schweiz nur in den tieferen Lagen zahlreich auftreten und lediglich in die grösseren Alpentäler eindringen. Das trillernde Lied der Blaumeise hört man oft schon an einem sonnigen Februartag. Nistkästen sollte man bereits vor Ende Februar aufhängen, denn die Blaumeise beginnt früh im Jahr, sich nach einer Nisthöhle umzusehen.
