Merkmale:
am breiten schwarzen Gesichtsfleck und kastanienbraunen Rücken leicht zu erkennen; lockt gedehnt und vernehmlich "zih".
| Bestand in der Schweiz (Paare): 0-5 | Rote Liste 2001:
verletzlich |
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher |
| Grösse (cm):
11 |
Gewicht (g):
8-11 |
Gelegegrösse:
6-8 |
| Brutort:
Bäume und Sträucher |
Brutdauer (Tage):
13-14 |
Nestlingsdauer (Tage):
16-18 |
| Nahrung:
Insekten, Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel Meisen |
Lebensraum:
Feuchtgebiete |
Die Beutelmeise ist einer der besten Baumeister unter den europäischen Brutvögeln. An einem hängenden Ast einer Weide oder einer Birke beginnt das Männchen eine birnenförmige Grundkonstruktion. Es benutzt dazu lange Pflanzenfasern. Gemeinsam mit dem Weibchen baut es dann Pflanzenwolle, Bastfasern und Tierhaare ein und vermengt dieses Material mit Speichel. Der Eingang führt durch einen röhrenartigen Fortsatz. Die Nester sind so kunstvoll verwoben, dass sie in Osteuropa gar als Finken für Kleinkinder verwendet wurden. Die Beutelmeise ist in Osteuropa und Asien weit verbreitet und häufig. Gegen Westeuropa hin wird sie spärlicher, doch hat sie hier in den letzten Jahrzehnten kräftig zulegen können. Man führt die Arealausdehnung und die Bestandszunahme auf die Überdüngung der Feuchtgebiete zurück. Diese förderte das Pflanzenwachstum und bot damit Blattläusen - die Lieblingsspeise der Beutelmeise - bessere Entwicklungsmöglichkeiten. In der Schweiz kommt es zwar fast alljährlich zu einzelnen Nestbauaktivitäten oder Brutversuchen. Aber bisher konnte sich die Beutelmeise nirgendwo fest etablieren. Regelmässiger trifft man sie auf dem Zug, vor allem auf dem Herbstzug, an. Ihre langgezogenen, leicht klagend tönenden Lockrufe "siii-siiiiü" verraten dann ihre Anwesenheit in einem Rastgebiet, meist in einem Feuchtgebiet mit viel Gebüsch oder Schilf.
