Bartmeise

Panure à moustaches - Bearded Reedling

Panurus biarmicus

Bartmeise

© Jean-Marc Fivat



Merkmale:
zimtbrauner Rücken, gelbbraunes Gefieder; langer Schwanz; die einem Chinesenbart ähnlichen schwarzen Bartstreifen und der graue Kopf des Männchens sowie seine schwarzen Unterschwanzdecken fehlen dem Weibchen.


Zugverhalten Bartmeise
Bestand in der Schweiz (Paare): 30-40 Rote Liste 2001:
verletzlich
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
16
Gewicht (g):
12-18
Gelegegrösse:
5-7
Brutort:
Schilf
Brutdauer (Tage):
12-13
Nestlingsdauer (Tage):
9-12
Nahrung:
Insekten, Samen
Vogelgruppe:
Singvögel Meisen
Lebensraum:
Feuchtgebiete


"Püng-püng" ertönen die Kontaktrufe aus dem dichten Schilfgürtel. Es sind die Rufe der Bartmeise, einer besonders an diesen Biotop angepassten, eher unauffällig und verborgen lebenden Vogelart. Erst seit den frühen Siebzigerjahren kennt man diese Vogelart auch in der Schweiz als Brutvogel. Damals fand eine Invasion statt, die man auf die Vernichtung ausgedehnter Schilffelder in holländischen Poldern zurückführte. Die Bartmeise liess sich in der Folge am Neuenburgersee und am Untersee nieder, und ihr Bestand nahm rasch zu. Ihre Bestände schwanken zwar massiv, doch konnten sich die Brutvorkommen seither in etwa halten. Hin und wieder tritt die Bartmeise auch an anderen Gewässern in Erscheinung, doch Fuss fassen konnte sie nirgends - die Schilfgebiete sind ihr wohl zu klein. Die Bartmeise hat mit den eigentlichen Meisen kaum etwas gemeinsam. Sie ist denn in Europa auch die einzige Vertreterin einer eigenen Gattung. Die Bartmeise ist eine sehr gesellige Art. Auch bei der Jungenbetreuung helfen manchmal fremde Paare oder die Geschwister aus der ersten Brut mit. Am Ende der Brutzeit schliessen sich die Bartmeisen-Familien zu kleinen Trupps zusammen. Es kommt bereits dann zur Paarbildung. Die Paare können - im Unterschied zu den meisten einheimischen Singvogelarten - mehrere Jahre zusammenhalten. Im Winter machen diese Bartmeisen-Trupps oft ausgiebigere Streifzüge. Sie ernähren sich dann vor allem von den Samen von Schilf und von anderen Sumpfpflanzen. Zu den übrigen Jahreszeiten bilden Insekten, Spinnen und Weichtiere ihre Hauptnahrung.