Kleiber

Sittelle torchepot - Eurasian Nuthatch

Sitta europaea

Kleiber

© Jean-Daniel Houriet



Merkmale:
schwarzer Augenstreif; weisse Kehle; spitzer, dunkler Schnabel; blaugraue Oberseite; orange Unterseite; wirkt "halslos"; klettert an Bäumen auch kopfvoran nach unten; beide Geschlechter gleich.


Zugverhalten Kleiber
Bestand in der Schweiz (Paare): 70'000-120'000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
19-24
Gelegegrösse:
5-8
Brutort:
Baumhöhlen
Brutdauer (Tage):
15-18
Nestlingsdauer (Tage):
24
Nahrung:
Insekten, Samen
Vogelgruppe:
Singvögel
Lebensraum:
Wald, Siedlungen


Seinen Namen verdankt der Kleiber der angeborenen Angewohnheit, den Eingang zu seiner Nisthöhle bis auf die passende Grösse mit Lehm zu verkleben. Nüsse klemmt er in Vertiefungen in der Baumrinde und spaltet sie, indem er mit seinem starken, spitzen Schnabel wie mit einem Beil auf sie einhackt. Im Wald wird man oft durch dieses Klopfen auf ihn aufmerksam. Er geht die Nüsse auch von oben an, denn er ist der einzige Vogel Europas, der mit dem Kopf voran an Baumstämmen nach unten klettern kann. Der Kleiber ruft gern. In seiner breiten Skala von Lautäusserungen ist ein metallisches "Tuit-tuit-tuit" die bekannteste. Meisenartig lockt er mit "sit", ruft ärgerlich hastig "twättwät-twät" oder erregt vibrierend "tirr". Bereits an milden Wintertagen hört man seinen lauten wohlklingenden Gesang, ein weithin schallendes, auf und ab gezogenes "Tühtüh", das zu einem langen Triller verdichtet wird. Bei der Balz vollführt das Männchen oft einen langsamen Imponierflug, oder es nimmt eine Imponierhaltung mit geplustertem Gefieder, gespreizten Flügeln und gefächertem Schwanz ein. Der Kleiber baut sein Nest in Baumhöhlen meist über 2 m vom Boden; er bezieht aber auch Nistkästen oder legt sein Nest mitunter in einer Mauer oder in einem Heuschober an.