Blaukehlchen

Gorgebleue à miroir - Bluethroat

Luscinia svecica

Blaukehlchen

© Aldo Cereda



Merkmale:
Gestalt rotkehlchen- oder nachtigallenartig; auffallende rotbraune Schwanzwurzel; Kehle beim Männchen im Brutkleid blau, darin in der Regel ein weisser oder roter Fleck; im Schlichtkleid und beim Weibchen weisse Kehle, unten schwarz begrenzt.


Zugverhalten Blaukehlchen
Bestand in der Schweiz (Paare): 2-9 (2003-2007) Rote Liste 2001:
verletzlich
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
15-23
Gelegegrösse:
5-6
Brutort:
Boden
Brutdauer (Tage):
14-15
Nestlingsdauer (Tage):
14
Nahrung:
Insekten, Spinnen
Vogelgruppe:
Singvögel Drosseln
Lebensraum:
Gebirge, Gebüschwald


Das Blaukehlchen ähnelt in Gestalt und Verhalten dem Rotkehlchen: Es ist genauso rege und beweglich, hüpft gleichfalls gern auf dem Boden umher und zuckt auf die gleiche Weise mit dem Schwanz. Zudem nützen die Vögel vorhandene Deckung durch die Vegetation bestens aus. Das Männchen zählt dank dem leuchtend blauen Brustlatz, die vom hellen Bauch durch einen rostfarbenen Streifen getrennt ist, zu den schönsten Vögel. Anhand der Farbe des Fleckes, der sich inmitten der blauen Kehle befindet, können zwei Unterarten unterschieden werden: Beim Weisssternigen Blaukehlchen ist dieser Fleck weiss gefärbt. Diese Form kommt in grösseren Feuchtgebieten in Mittel- und Osteuropa vor und kann bei uns auf dem Durchzug oder als sehr seltener Brutvogel beobachtet werden. Ist der Stern rostfarben, handelt es sich um das Rotsternige Blaukehlchen. Dessen Verbreitungsgebiete liegen in den Tundren Skandinaviens und Sibiriens sowie ganz lokal im Alpenraum. In der Schweiz kommt es seit den Achtzigerjahren fast jedes Jahr zu vereinzelten Brutnachweisen in den Bündner, Tessiner und Urner Alpen. Es bevorzugt gut strukturierte, locker bestockte Flächen auf feuchtem Untergrund in der subalpinen Höhenlage. Vereinzelt kann sich der Brutplatz auch in unmittelbarer Nähe von Alphütten in üppiger Hochstaudenvegetation befinden. Angesichts der heimlichen Lebensweise ist es denkbar, dass die Art noch an weiteren Standorten entdeckt wird. Die Überwinterungsgebiete liegen von Nordafrika und Arabien bis in die Trocken- und Feuchtsavannen südlich der Sahara. Während der Zugzeit im März/April und August/September tritt es meist in Gewässernähe auf, zum Beispiel im Ufergebüsch und am Rand von Schilfflächen.