Merkmale:
Schwanz und Bürzel leuchtend rostrot; das Männchen unterscheidet sich vom Hausrotschwanz durch die rostrote Brust und die weisse Stirn; das Weibchen ist matter gefärbt und warm hellbraun ohne Grau gezeichnet.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 10'000-15'000 | Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
14 |
Gewicht (g):
12-20 |
Gelegegrösse:
5-7 |
| Brutort:
Baumhöhlen, Gebäude |
Brutdauer (Tage):
12-14 |
Nestlingsdauer (Tage):
13-17 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen |
Vogelgruppe:
Singvögel Drosseln |
Lebensraum:
Siedlungen, Obstgärten, Waldrand |
Mit seinem auffallend rostroten Schwanz, mit seiner weissen Stirn, seiner schwarzen Kehle und seinem grauen Mäntelchen ist der Gartenrotschwanz einer unserer prächtigsten Kleinvögel. Er war einst in der Schweiz weit verbreitet und leicht zu finden. Als Brutrevier wählt er Parkanlagen, Gärten, Obstkulturen und lockere Gehölze, mit Vorliebe deren Randzonen und Lichtungen. Zwar brüten die meisten Gartenrotschwanz in den Niederungen, doch kommen auch Brutversuche bis hinauf zur Baumgrenze vor. Seit den sechziger Jahren leidet die Vogelart unter einem starken Bestandsrückgang, den man mit der Dürreperiode in der Sahelzone - dem Überwinterungsgebiet des Gartenrotschwanzs - und der Lebensraumverschlechterung bei uns in Verbindung bringt. Häufig flattert der Vogel von Zweig zu Zweig oder schwirrt plötzlich in der Luft, um fliegende Insekten zu fangen; er sucht seine Nahrung aber auch am Boden. Sein Gesang beginnt mit einem kräftigen, gequetschten Triller und klingt mit zaghaften zwitschernden Tönen aus. Männchen ahmen manchmal auch Laute anderer Vögel nach. Sein Ruf ist ein langgezogenes "Huit", sein Alarmruf ein lautes "Tui-tick-tick". Beim Balzen beugt sich das Männchen nach vorn, streckt den Hals aus, lässt die Flügel hängen und fächert seine Schwanzfedern, damit das leuchtende Rot zur Geltung kommt. Danach jagt es das Weibchen von einem Ast zum anderen. Beide Vögel wippen dabei schnell mit dem Schwanz.
