Feldschwirl

Locustelle tachetée - Common Grasshopper Warbler

Locustella naevia

Feldschwirl

© Eduard Germann



Merkmale:
kleiner, selten zu sehender Vogel; Oberseite dunkel, schuppig längsgestreift; der relativ grosse Schwanz ist stufig gerundet; der Gesang ist ein lang anhaltendes, monotones, heuschreckenartiges Schwirren.


Zugverhalten Feldschwirl
Bestand in der Schweiz (Paare): 200-250 Rote Liste 2001:
verletzlich
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
13
Gewicht (g):
11-15
Gelegegrösse:
5-6
Brutort:
Gebüsch
Brutdauer (Tage):
13-15
Nestlingsdauer (Tage):
10-12
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken
Lebensraum:
Feuchtgebiete


Am ehesten verrät sich der Feldschwirl durch seinen lang anhaltenden Gesang, der bisweilen bis zu mehrere Minuten dauert. Es ist ein eintöniges mechanischen Schwirren, das leicht mit dem Zirpen einer Grille oder Heuschrecke verwechselt werden kann und oft ab der späten Dämmerung und nachts zu hören ist. Dabei singt er aber so, dass kaum herauszufinden ist, wo er sich eigentlich aufhält. Wird er aufgescheucht, kriecht er blitzschnell in dichten Pflanzenbewuchs, wo er mit seinen Bewegungen an eine Maus erinnert. Seine Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten im tropischen Afrika findet im April und Mai statt. Allerdings können selbst im Juni noch vereinzelte Sänger an Orten vernommen werden, an denen sie nicht brüten. Durch seine verborgene Lebensweise bekommt man den kleinen Singvogel nur selten zu Gesicht. Er ist oberseits graubraun gefärbt mit dunklen Flecken, die Unterseite ist schmutzig weiss bis beigefarben. Charakteristisch ist der breite, gerundete Schwanz, der alle Schwirle kennzeichnet. Sein Lebensraum befindet sich in offenem oder halboffenem Gelände der Niederungen mit einer gut ausgebildeten Krautschicht und einzelnen Büschen als Singwarten. So brütet er in den trockenen Bereichen von Feuchtgebieten und Hochstaudenfluren sowie vereinzelt in Waldlichtungen. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt am Südostufer des Neuenburgersees, wo rund die Hälfte unseres Bestands brütet. Gesamtschweizerisch sind es ungefähr 200 bis 250 Brutpaare. Wegen der Zerstörung und Beeinträchtigung der Feuchtgebiete ist der Feldschwirl aus vielen Gebieten verschwunden.