Merkmale:
oben grünlichgrau und unten blassgelb; sehr beweglich; sträubt gern die Scheitelfedern.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 200-500 | Rote Liste 2001:
verletzlich |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
14 |
Gewicht (g):
12-22 |
Gelegegrösse:
4-5 |
| Brutort:
Bäume und Sträucher |
Brutdauer (Tage):
13 |
Nestlingsdauer (Tage):
13 |
| Nahrung:
Insekten |
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken |
Lebensraum:
Wald, Hecken, Siedlungen |
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts muss der Gelbspötter ein Charaktervogel aller Gärten, Obstanlagen und gebüschreichen Partien gewesen sein. Stellenweise war er so häufig, dass er früher auch "Gartenspötter" genannt oder gar als "Schreihals" bezeichnet wurde. Besonders im westlichen Mittelland nahm er seit den Sechzigerjahren indes stark ab und heute ist er dort praktisch verschwunden. Einzig in lockeren Auen- und feuchten Laubwäldern am Neuenburgersee sowie in der Nordostschweiz ist die Art noch regelmässig anzutreffen. Die Ursachen dieses Arealschwundes sind unklar. Lebensraumverluste sind wenig wahrscheinlich, sondern eher natürliche Veränderungen. Dies könnte schliesslich zum vollständigen Verschwinden des Gelbspötters in der Schweiz führen. Nach der Ankunft im Mai beginnen die Männchen sofort mit der Revierverteidigung. Der Gelbspötter gehört zu den besten Sängern der einheimischen Vogelwelt. Sein lautes und schnelles Lied setzt sich aus flötenden, zwitschernden und nasalen Tönen zusammen. Der charakteristische Lockruf "tete hüi" wird ebenso eingeflochten wie Imitationen anderer Vogelarten, so dass der Gesang überaus variabel ist. Das Männchen ist dabei typischerweise etwas im Blattwerk von Sträuchern und Bäumen versteckt. Das Nest ist ein kunstvoller Bau aus trockenen Gräsern, Wurzeln und Federn, das sich im unteren Bereich eines Laubbaumes befindet. Beide Partner brüten abwechslungsweise etwa zwei Wochen lang. Die Jungen werden dann noch einmal so lange mit Insekten, deren Raupen sowie Spinnen gefüttert. Nach dieser einzigen Brut kommt es im August/September zum Abzug ins tropische Überwinterungsgebiet.
