Mönchsgrasmücke

Fauvette à tête noire - Eurasian Blackcap

Sylvia atricapilla

Mönchsgrasmücke

© Ernst Heim



Merkmale:
graubraune Oberseite; das Männchen hat eine glänzendschwarze Kopfplatte, das Weibchen eine rotbraune; plaudernder Gesang, der oft wie "wi-ewi-e" endet.


Zugverhalten Mönchsgrasmücke
Bestand in der Schweiz (Paare): 400'000-600'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
14-20
Gelegegrösse:
3-6
Brutort:
Bäume und Sträucher
Brutdauer (Tage):
13-14
Nestlingsdauer (Tage):
10-13
Nahrung:
Insekten, Spinnen, Beeren
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken
Lebensraum:
Siedlungen, Wald, Hecken


In der Schweiz können rund zwanzig Arten der Grasmückenfamilie, zu der auch Laubsänger, Schwirle und Rohrsänger gehören, als Brutvögel nachgewiesen werden. Unter ihnen ist die Mönchsgrasmücke am leichtesten zu erkennen. Das Weibchen hat eine rotbraune, das Männchen eine glänzend schwarze Kappe; sie zeichnen sich durch ihren wohlklingenden Gesang aus. Das Männchen singt meist an einem gut versteckten Singplatz in seinem Territorium. Nach einem zwitschernden Vorgesang schwingt es sich zum Überschlag auf, einer geflöteten Schlussstrophe mit eingeflochtenen Motiven aus dem Gesang anderer Vögel, die plötzlich abbricht. Die Mönchsgrasmücke ruft schnarrend "tscharr" oder erregt in schneller Wiederholung "tack" oder "täck", wenn sie beunruhigt ist. Mönchsgrasmücken gehören zu den verbreitetsten Brutvögeln Mitteleuropas. Sie kommen Ende März und hauptsächlich im April an und nisten in Wäldern, Aufforstungen, Hecken, Feldgehölzen, Parks und Gärten. Ihre locker geflochtenen Nester hängen wie Körbchen in Zweigen von Bäumen oder Sträuchern. Bei der Nahrungssuche bleiben sie meist im Gebüsch verborgen, oder sie fliegen ruckartig von einem Versteck zum anderen. Beim Balzen richtet das Männchen die Scheitelfedern auf und plustert sein Körpergefieder, manchmal lässt es die Flügel hängen, ein andermal schlägt es damit, oder es fächert den Schwanz und stellt ihn auf.