Klappergrasmücke

Fauvette babillarde - Lesser Whitethroat

Sylvia curruca

Klappergrasmücke

© Peter Keusch



Merkmale:
oben graubraun; dunkle maskenartige Ohrdecken; dunkle Beine und weissliche Unterseite; unterscheidet sich von der Dorngrasmücke durch das fehlende Kastanienbraun auf den Flügeln und ihren auffallenden, klappernden Gesang.


Zugverhalten Klappergrasmücke
Bestand in der Schweiz (Paare): 15'000-20'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
10-16
Gelegegrösse:
3-5
Brutort:
Bäume und Sträucher
Brutdauer (Tage):
11-13
Nestlingsdauer (Tage):
11-12
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken
Lebensraum:
Gebüschwald, Siedlungen


Die Klappergrasmücke ist eine östliche Art; unser Land liegt am Westrand ihrer Brutverbreitung. Im Jura und im Mittelland ist sie nur sehr lokal anzutreffen. Hingegen ist sie in den Voralpen und Alpen verbreitet, wenn auch nirgends häufig. Sie bewohnt dort hauptsächlich Grünerlen- und Legföhrenbestände. Obwohl sie in der Schweiz also in erster Linie im Gebirge zu Hause ist, wo man ihr höchstgelegenes Nest auf 2380 m fand, kann man die Klappergrasmücke doch nicht als typischen Bergvogel bezeichnen, denn in kleiner Zahl finden auch Bruten an den tiefstgelegenen Orten unseres Landes statt. An solchen tiefgelegenen Orten brüten die Klappergrasmücken in dichten Hecken, an besonnten Waldrändern und in jungen Koniferenbeständen. Im Ausland ist die Klappergrasmücke stellenweise ein recht häufiger Brutvogel in Gärten und Parkanlagen, doch bei uns findet man sie nur selten in solchen Lebensräumen. Nach ihrer Ankunft in der zweiten Aprilhälfte oder im Mai verrät sich diese unauffällige und nur schwer zu beobachtende Grasmückenart am ehesten durch ihren Gesang. Das eintönige Klappern, das mit einem gedämpften melodischen Gezwitscher eingeleitet oder beendet werden kann, ist weithin hörbar. Ihr Balzverhalten ist typisch für Grasmücken. Während das Weibchen durch dichten Pflanzenwuchs kriecht und rennt, fliegt das Männchen auch auf einen Baum und singt. Oft sammelt es Grashalme zum Bau eines Spielnestes oder schenkt sie feierlich dem Weibchen als Nistmaterial.