Rohrdommel

Butor étoilé - Eurasian Bittern

Botaurus stellaris

Rohrdommel

© Charles Henninger



Merkmale:
hellbraunes Gefieder, dunkelbraun und schwarz gesprenkelt, gestreift und gebändert; Füsse und Beine grünlich; beide Geschlechter gleich.


Zugverhalten Rohrdommel
Bestand in der Schweiz (Paare): 0 Rote Liste 2001:
nicht beurteilt
Zugverhalten:
Wintergast
Grösse (cm):
76
Gewicht (g):
900-1100
Gelegegrösse:
4-6
Brutort:
Schilf
Brutdauer (Tage):
25-26
Nestlingsdauer (Tage):
50-55
Nahrung:
Fische, Kleinsäuger, Frösche
Vogelgruppe:
Schreitvögel
Lebensraum:
Feuchtgebiete


Die Rohrdommel ist ein heimlicher Bewohner ausgedehnter Schilfgebiete. Mit ihrem in warmen Brauntönen gehaltenen, stark gescheckten Federkleid ist sie im Altschilf enorm gut getarnt. Und wenn sie dann bei Gefahr noch den Körper streckt und ihren Schnabel aufwärts richtet, ist sie auch von geübten Beobachtern manchmal fast nicht zu entdecken. Man nennt diese Tarnhaltung die ´Pfahlstellung´. Bei uns brütete die Rohrdommel bisher nicht. Sie ist jedoch in den Wintermonaten ein regelmässiger, wenn auch spärlicher Gast. Mit etwas Glück ist sie dann in einem unserer grösseren Schilfgebiete zu entdecken, wenn sie im gemächlichen Flug ihren Einstand wechselt oder wenn sie ausdauernd am Schilfrand steht, um zu jagen. Sie ernährt sich von Amphibien und Insekten, Fischen und Kleinsäugern. Frieren die Gewässer zu, bringt dies diese Reiherart rasch in Bedrängnis und viele verhungern. Zur Brutzeit lässt die Rohrdommel ein weithin hörbares, dumpfes "Hu" ertönen, das meist drei- bis sechsmal hintereinander ausgestossen wird. Es erinnert stark an das Geräusch, das entsteht, wenn man in eine leere Flasche bläst. Die Rohrdommel kommt von Nordafrika über die gemässigten Breiten Europas bis nach Ostasien vor. Den europäischen Verbreitungsschwerpunkt finden wir in den weiten Sumpflandschaften Osteuropas.