Merkmale:
leuchtend orangeroter Scheitelfleck, beide Geschlechter haben einen schwarzen Augenstreif und an den Halsseiten vor dem Flügelbug je einen grossen olivgelben Fleck; Gesang ein hohes "ziziziziit", praktisch immer auf derselben Tonhöhe.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 150'000-250'000 (2004) | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher |
| Grösse (cm):
9 |
Gewicht (g):
5-7 |
Gelegegrösse:
7-10 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
15 |
Nestlingsdauer (Tage):
20 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen |
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken |
Lebensraum:
Nadelwald, Siedlungen |
Wie Sumpfmeise/Mönchsmeise und Baumläufer kommen auch Goldhähnchen in zwei sehr ähnlichen Zwillingsarten in ganz Mitteleuropa vor. Beide sind schwer auseinanderzuhalten. Dem Wintergoldhähnchen fehlt der schwarze Augenstreif des Sommergoldhähnchens, das überdies ein Zugvogel ist. Auch sein Verbreitungsgebiet reicht weiter nach Süden, es brütet sogar noch in Nordafrika. Dagegen sind die widerstandsfähigeren Wintergoldhähnchen auf die Britischen Inseln und nach Nordeuropa vorgedrungen. Von Skandinavien ziehen sie allerdings im Winter in grosser Zahl nach Südwesteuropa. Diese beiden heimlichen Bewohner unserer Tannenwälder sind an ihren leuchtend gelben oder orangeroten, schwarz umgrenzten Krönchen leicht zu erkennen. Gern halten sie sich im dichten Gezweig hoher Nadelbäume auf, wo man sie nur schwer beobachten kann, am ehesten sieht man sie noch in niedrigen Fichtenkulturen. Sommergoldhähnchen nisten auch in Mischwäldern. Sie sind unsere kleinsten Vögel und wiegen noch weniger als Zaunkönige oder Tannenmeisen. Ihre Stimme ist so fein und hoch, dass ältere Vogelfreunde ihr nachlassendes Hörvermögen oft erst dann bemerken, wenn sie Goldhähnchen nicht mehr oder nur aus nächster Nähe noch hören können.
