Heckenbraunelle

Accenteur mouchet - Dunnock

Prunella modularis

Heckenbraunelle

© Georges Laurent



Merkmale:
Kehle und Brust grau; Rücken braun mit dunklen Streifen; dünner Schnabel; beide Geschlechter gleich; Jungvögel kräftig gestrichelt, auch an Hals und Brust; ruft laut und scharf "tiih".


Zugverhalten Heckenbraunelle
Bestand in der Schweiz (Paare): 110000-220000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
19-24
Gelegegrösse:
3-6
Brutort:
Gebüsch
Brutdauer (Tage):
12-14
Nestlingsdauer (Tage):
10-14
Nahrung:
Insekten, Spinnen, Beeren
Vogelgruppe:
Singvögel
Lebensraum:
Wald, Gebüschwald, Aufforstungen


Die Heckenbraunelle ist die graue Maus unter den einheimischen Singvögeln. Zwar ist sie von den Niederungen bis zur Baumgrenze weit verbreitet und gebietsweise auch häufig, besonders in Lagen zwischen 1200 und 1800 m ü.M. Den Bestand schätzen wir auf weit über 100´000 Brutpaare. Doch der Vogel wird mit seinem graubraunen Gefieder, seinem unauffälligen Verhalten und dem wenig aufdringlichen Gesang kaum zur Kenntnis genommen. Am ehesten wird man auf ihn aufmerksam, wenn er sein hohes, lang gezogenes "Ziht" ruft. Als Lebensraum schätzt die Heckenbraunelle Gruppen von dicht stehenden Jungbäumen oder zwergwüchsige Bäume an der Waldgrenze. Man findet sie deshalb in Fichtenschonungen, Aufforstungen, Baumschulen, seltener in Heckenlandschaften, Gärten und Parks. Die Heckenbraunelle ist ein Kurzstreckenzieher. Einzelne versuchen auch bei uns zu überwintern, etwa in Kiesgruben, am Rand von Feuchtgebieten, in Rebgelände oder auch in Siedlungen. Gelegentlich kann man dann eine einzelne Heckenbraunelle auch am Futterbrett beobachten. Die Heckenbraunelle hat den typisch feinen Schnabel eines Insektenfressers. Im Winterhalbjahr ernährt sie sich jedoch gerne auch von kleinen Samen. Ähnlich wie ausgeprägte Körnerfresser hat sie deshalb sogar einen Kropf. Ihre Nahrung sucht sie fast ausschliesslich auf dem Boden. Sie bewegt sich dabei ruckweise hüpfend.