Merkmale:
grosser, hochbeiniger, fahl sandbraun gefärbter Pieper; nur auf Brustseiten undeutlich gefleckt; deutlicher heller Überaugenstreif; Jungvögel an der Brust stärker gestreift.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 0-2 | Rote Liste 2001:
stark gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
16 |
Gewicht (g):
20-28 |
Gelegegrösse:
4-5 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
12-13 |
Nestlingsdauer (Tage):
12-15 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen |
Vogelgruppe:
Singvögel Pieper & Stelzen |
Lebensraum:
Felsensteppe |
Der Brachpieper ist leicht grösser als der Bergpieper. Er ist nahezu ungestreift sandfarben gezeichnet, nur die Brutseiten sind dünn gestrichelt. Zudem wirkt er mit dem recht langen Schwanz eher schlank. Einfach zu erkennen ist auch seine Stimme: Der Ruf tönt wie "tschilp" und ähnelt somit einem Haussperling. Sein wehmütig klingender Gesang setzt sich aus wiederholten "zirlüh" zusammen. Er wird von exponierten Warten oder in einem wellenförmigen Singflug vorgetragen. Zur Brutzeit bevorzugt er trockenes, abwechslungsreiches, heideartiges Gelände. Wichtig sind nackte Sand- und Steinflächen und schüttere Vegetation, wo er seine Nahrung sucht, sowie einzelne Büsche als Singplätze. Der Brachpieper ist ursprünglich ein Bewohner der Steppen- und Halbwüstengebiete und besiedelt ein grosses Areal vom Mittelmeergebiet bis in die Mongolei. Vereinzelt kommt er auch in Nord- und Mitteleuropa vor, doch sind dort die Bestände durch Lebensraumverlust und Klimaschwankungen seit langem rückläufig. In der Schweiz war er immer ein sehr seltener Brutvogel. Die ersten Brutnachweise erfolgten 1958 im Mittelwallis und 1976 im Bleniotal im Kanton Tessin. Ab 1981 bis Mitte der Neunzigerjahre wurden in den trockenen Felsensteppen im Raum Leuk regelmässig einzelne Sänger beobachtet. Ansonsten kann der Brachpieper in kleiner Zahl auch auf dem Durchzug angetroffen werden. Gegenüber früher hat die Anzahl der Durchzügler allerdings stark abgenommen. Zwischen April und Mai sowie im September hält er sich auf abgeernteten Feldern sowie Ruderalflächen auf, bisweilen aber auch auf kurzrasigen Bergwiesen. Sein Überwinterungsgebiet liegt am Nordrand des tropischen Afrikas.
