Baumpieper

Pipit des arbres - Tree Pipit

Anthus trivialis

Baumpieper

© Jean-Daniel Houriet



Merkmale:
Oberseite braun; Brust gelbbraun mit kräftigen Streifen; Flankenstrichelung jedoch meist feiner als Bruststrichelung; Ruf und Singflug mit fallschirmartigem Herabgleiten anders als beim Wiesenpieper; beide Geschlechter gleich.


Zugverhalten Baumpieper
Bestand in der Schweiz (Paare): 50000-70000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
15
Gewicht (g):
20-25
Gelegegrösse:
4-6
Brutort:
Boden
Brutdauer (Tage):
12-14
Nestlingsdauer (Tage):
10-14
Nahrung:
Insekten, Spinnen
Vogelgruppe:
Singvögel Pieper & Stelzen
Lebensraum:
Wiesen und Weiden


Wie alle seine Gattungsgenossen hat der Baumpieper ein unscheinbares Gefieder. Um so mehr fällt er durch seinen Singflug auf. Das Männchen fliegt dabei von einem erhöhten Sitzplatz steil in die Luft, stimmt, kurz bevor es an der höchsten Stelle angelangt ist, sein Lied an, das auch nicht verstummt, während der Vogel mit gespreizten Flügeln und Schwanz schräg abwärts gleitet, und schiesslich mit einer Folge von anschwellenden "Zia-zia-zia"- Lauten ausklingt. Im Gegensatz zum sehr ähnlichen, bei uns aber nur auf dem Durchzug häufigen Wiesenpieper, der seinen Singflug am Boden beginnt und beendet, kehrt der Baumpieper auf den gleichen oder einen anderen Ast zurück. Der Wiesenpieper, der bei uns in Hochmooren des Jura und der Voralpen brütet, lässt ferner sein Lied nicht mit einem anschwellenden "Zia" ausklingen. Seinen Ruf, ein kurzes, raues "Ist", kann man kaum mit dem lauten, betonten "Psih" des Baumpiepers verwechseln. Der Baumpieper bewohnt verschiedenartige, möglichst wenig kultivierte Lebensräume, wie Waldränder, Lichtungen, Riedgebiete, baumbestandene Bergmatten bis 2300 m und besonders gern Wiesland mit einzelstehenden Sträuchern und Bäumen. Wichtig ist dabei, dass viel Licht, Singwarten, offene Stellen und Nistmöglichkeiten am Boden vorhanden sind. Bei der Balz jagen sich die Partner vor allem, indem sie ruckartig aufeinander losfliegen. Nach der Paarung bauen sie gut versteckt am Boden ein Nest, manchmal unter einem Grasbüschel oder an einer Böschung und oftmals mit einem mauselochartigen Einschlupf.