Merkmale:
brauner Rücken; Gesicht rot, übriger Kopf schwarz und weiss; schwarzweisser Schwanz; Flügel schwarz mit breiter gelber Binde; beide Geschlechter gleich; Jungvögel ohne Rot am Kopf; kennzeichnende "didlitt"-Rufe.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 20'000-50'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher |
| Grösse (cm):
12 |
Gewicht (g):
14-18 |
Gelegegrösse:
4-6 |
| Brutort:
Bäume und Sträucher |
Brutdauer (Tage):
12-14 |
Nestlingsdauer (Tage):
12-15 |
| Nahrung:
Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel Finken |
Lebensraum:
Siedlungen, Obstgärten |
Der Distelfink hat eine auffallend rot-schwarz-weiss-gelbe Musterung. Wegen seiner Farbenpracht, seines Gesanges, seiner Verträglichkeit und weil er sich leicht mit Kanarienvögeln kreuzen lässt, war er früher ein beliebter Käfigvogel. Seinen Namen erhielt der Vogel, weil man ihn im Sommer vor allem auf Disteln beobachten kann, aus denen er mit spitzem Schnabel die Samen klaubt und dabei sicherlich auch manches Insekt erwischt. Im Mai macht er sich zur Zeit der Baumblüte in den Gärten nützlich, wo er Blattläuse, kleine Fliegen und Käfer vertilgt. Seinem Gesang, einer klingenden Variation des häufig wiederkehrenden Flugrufes "tiglitt", verdankt er auch seinen vor allem in Deutschland gängigen Namen Stieglitz. Man hört das Lied, wenn das Männchen in Gärten, Parks, Friedhöfen, Obstkulturen, Weinbergen oder an Waldrändern seinen Brutplatz bezieht. Die Intensivierung des Ackerbaus nahm dem Distelfink einst die Distelfelder; inzwischen hat er Disteln in Kiesgruben und auf unbebauten Flächen wiedergefunden. Beim Balzen hält sich das Männchen stets in der Nähe des Nestes auf, lässt den Kopf hängen, spreizt die Flügel etwas, wiegt sich von einer Seite zur anderen und zeigt dabei seine hellgelben Flügelbinden. Während die meisten Vogelarten in einem Territorium leben, das sie gegen Artgenossen verteidigen, streift der Distelfink weit umher. Er ist immer dort zu finden, wo gerade Unkräuter Samen tragen. Er kann sie in seinem Schlund speichern und über weite Strecken bis zu seiner Brut transportieren.
