Alpenbirkenzeisig

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Alpenbirkenzeisig

© René-Pierre Bille



Merkmale:
Gefieder braun gestreift; rote Stirn und schwarzes Kinn; beim Männchen im Sommer Brust und Bürzel rosarot, beim Weibchen eher schwächer, doch ist die Alters- und Geschlechtsbestimmung schwierig; feiner, beiger Schnabel; metallisch tönender, harter Flugruf "tschett-tschett-tschett".


Zugverhalten Alpenbirkenzeisig
Bestand in der Schweiz (Paare): 10000-15000 Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher
Grösse (cm):
13
Gewicht (g):
10-14
Gelegegrösse:
4-6
Brutort:
Bäume und Sträucher
Brutdauer (Tage):
14
Nestlingsdauer (Tage):
12-15
Nahrung:
Samen
Vogelgruppe:
Singvögel Finken
Lebensraum:
Gebirge, Gebüschwald


Mit etwas Glück kann man im Winter ein Trüppchen Alpenbirkenzeisige entdecken. Am ehesten halten sie sich in Erlen, Birken oder Unkrautbeständen auf, wo sie geschickt herumturnen und Samen herausklauben. An der graubraunen Färbung und dem roten Stirnfleck sowie an den metallisch klingenden "Dschädschädschä"- Rufen unterscheidet man sie von den ähnlichen Erlenzeisigen, mit denen sie gelegentlich gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Häufig steigen sie unvermittelt im Schwarm auf, fliegen im Kreis und fallen wieder ein, wobei man ihren Ruf hört. Noch ist nicht genau bekannt, ob und in welchem Umfang es sich bei den Winteraufenthaltern um einheimische Alpenbirkenzeisige oder um die sehr ähnlichen Taigabirkenzeisige aus dem Hohen Norden handelt. Unsere Birkenzeisige nisten im Alpenraum in Nadelwäldern, in der Regel oberhalb 1600 m. Sie sind hier zwar mehr oder weniger verbreitet, doch nirgends häufig. Als sehr gesellige Vögel nisten die Birkenzeisige gern in lockeren Kolonien. In den letzten Jahrzehnten konnte wie im Ausland (z.B. in England und in Bayern) eine leichte Ausbreitungstendenz festgestellt werden, deren Ursachen weitgehend unbekannt sind. So wurden neue Vorkommen im Jura entdeckt, wo der Alpenbirkenzeisig vorher kaum als Brutvogel vorkam. Zudem nistet er seit Beginn der Siebzigerjahre in kleiner Zahl in Obstgärten im Wallis. Sein Nest legt der Alpenbirkenzeisig mit Vorliebe auf Lärchen an. Dabei überdacht er es mit kleinen Zweigen, so dass es gegen Sicht von oben und gegen späte Schneefälle gut geschützt ist.