Bergfink

Pinson du Nord - Brambling

Fringilla montifringilla

Bergfink

© Jean-Paul Luthy



Merkmale:
Bürzel weiss; beim Männchen Brust und Schulterfleck orangefarben, Kopf und Oberseite im Sommer schwarzglänzend, im Winter braun gesprenkelt; das Weibchen ist oben mattbraun; oft quäkende Rufe.


Zugverhalten Bergfink
Bestand in der Schweiz (Paare): 0 Rote Liste 2001:
nicht beurteilt
Zugverhalten:
Wintergast
Grösse (cm):
15
Gewicht (g):
23-29
Gelegegrösse:
6-7
Brutort:
Bäume und Sträucher
Brutdauer (Tage):
12
Nestlingsdauer (Tage):
14
Nahrung:
Samen
Vogelgruppe:
Singvögel Finken
Lebensraum:
Wald, Siedlungen


Bergfinken ziehen von Ende September bis November von ihren Brutgebieten, den Nadel- und Birkenwäldern nördlich der Ostsee, nach Mitteleuropa und weiter südwärts nach Südfrankreich, Spanien und Nordafrika. In einem Abstand von jeweils einigen Jahren finden Masseneinflüge in die Schweiz statt. So schätzte man die Zahl der Bergfinken im Winter 1950/1951 auf gegen 100 Millionen. Die Bergfinken haben die Gewohnheit, sich zum Nächtigen zu grossen Schlafgemeinschaften zusammenzuschliessen. Beim Masseneinflug im Winter 1977/1978 wurden zwei Schlafplätze mit mehreren Millionen Vögeln in der Nordwest- und in der Zentralschweiz entdeckt. Zur Nahrungssuche fliegen die Bergfinken vorwiegend in die Wälder (Bucheckern), in geringerem Mass - oft gemeinsam mit anderen Finken - auf Stoppelfelder, cker und an Futterstellen. Männliche Bergfinken sind ein besonders gutes Beispiel dafür, dass das Gefieder durch Abnutzung viel prächtiger wird. Im Herbst nach der Mauser sehen sie unscheinbar bräunlich aus. Wenn dann die graubräunlichen Federsäume abgerieben werden, kommen satte blauschwarze und zimtrote Töne zum Vorschein, und in der Zeit von Februar bis April, wenn sie wieder heimziehen, haben die Männchen ihr Gefieder so verändert, dass man früher glaubte, sie hätten ein neues Kleid angelegt. Vom Buchfinken, mit dem man besonders den weiblichen Bergfinken leicht verwechselt, unterscheiden sie sich durch ihre quäkende Stimme, die wie "äk" klingt, und im Fliegen durch den weissen Bürzel. Aus ihren riesigen Scharen bleiben nur selten einzelne Vögel auch nach Anfang Mai bei uns zurück. Doch Bruten sind in Mitteleuropa kaum jemals verbürgt.