Rostgans

Tadorne casarca - Ruddy Shelduck

Tadorna ferruginea

Rostgans

© Beat Walser



Merkmale:
gut stockentengrosser, überwiegend rostbraun gefärbter Vogel; Kopf heller; im Flug grosser, weisser Vorderflügel; Männchen mit schwarzem Halsring; ruffreudig.


Zugverhalten Rostgans
Bestand in der Schweiz (Paare): 15-25 (2004) Rote Liste 2001:
nicht beurteilt
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
64
Gewicht (g):
900-1500
Gelegegrösse:
8-10
Brutort:
Gebäude
Brutdauer (Tage):
28-29
Nestlingsdauer (Tage):
50-60
Nahrung:
Pflanzen
Vogelgruppe:
Entenvögel
Lebensraum:
Seen, Fliessgewässer, Siedlungen


Ursprünglich bewohnt die Rostgans die Steppen und Halbwüsten Zentralasiens und Nordafrika. In Europa zählt sie nur von Griechenland und dem Schwarzen Meer ostwärts zur einheimischen Vogelwelt. In West- und Mitteleuropa haben sich an vielen Orten aus Gefangenschaft entwichene Vögel angesiedelt. Bei uns wird die Rostgans seit den sechziger Jahren regelmässig beobachtet; seit 1989 häufen sich die Brutnachweise. Beabsichtigte oder unbeabsichtigte Freilassungen dieses beliebten Ziervogels führten zu einer Ansiedlung in der Schweiz. Insbesondere am Hochrhein, am Unterlauf der Aare und im Grossraum Zürich besteht die Chance, diesen Exoten zu beobachten. Beide Geschlechter sind an ihrem orangebraunen Gefieder unverkennbar. Ebenso auffallend ist ihr nasales und lautes "ahüng", das besonders bei der Balz und im Flug zu hören ist. Das Nest befindet sich in verschiedensten Hohlräumen wie Baumhöhlen, Nistkästen oder Gebäuden. Das Gelege wird nur vom Weibchen erbrütet, das Männchen hält sich aber stets in der Nähe auf. Beide Eltern bewachen danach ihren Nachwuchs. Allerdings verhalten sie sich zur Brutzeit sehr aggressiv: Sie vertreiben nämlich sämtliche anderen Enten aus ihrem Revier, einzig Höckerschwan und Blässhuhn werden geduldet. Somit bleibt die Ansiedlung der Rostgans nicht ohne Auswirkungen auf die restlichen Wasservögel. Bei der Nahrungsaufnahme ist die Rostgans bevorzugt an Land, z.T. auch weit entfernt von Wasserflächen. Die Nahrung besteht meistens aus Pflanzenteilen, diversen Krusten- und Weichtieren, Würmern sowie kleinen Fischen und Fröschen.