Schellente

Garrot à oeil d'or - Common Goldeneye

Bucephala clangula

Schellente

© Ruedi Wüst-Graf



Merkmale:
Erpel am Körper schwarz und weiss, am Kopf grünschillernd schwarz, mit frankenstückgrossem weissem Fleck zwischen Schnabel und Auge; Ente grau mit braunem Kopf, weissem Halsband und weissem Flügelspiegel; Erpel im Schlichtkleid ähneln der Ente, behalten aber einige dunkelgrüne Kopffedern.


Zugverhalten Schellente
Bestand in der Schweiz (Paare): 0-1 Rote Liste 2001:
verletzlich
Zugverhalten:
Wintergast
Grösse (cm):
46
Gewicht (g):
600-1150
Gelegegrösse:
6-15
Brutort:
Baumhöhlen
Brutdauer (Tage):
30
Nestlingsdauer (Tage):
57-66
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Entenvögel
Lebensraum:
Seen, Fliessgewässer


Schellenten erkennt man vor allem an ihrem dicken Kopf, der beim Erpel schwarz, bei der Ente braun ist. Ihren Namen verdanken sie dem schellenden, pfeifenden "Pjübpjüb-pjüb", das man besonders von alten Erpeln im Flug hört. Die Schellente dehnt ihr Brutareal langsam gegen Mitteleuropa aus. Nach einem ersten Brutversuch in den fünfziger Jahren am Genfersee gelangen 1997 und 1998 Brutnachweise auch in der Schweiz, nämlich am Bielersee. Unsere Seen und Flüsse sind aber vor allem als Überwinterungsgebiet für diese Art von recht grosser Bedeutung. In den letzten Wintern verweilten jeweils rund 10´000 Exemplare in der Schweiz. Die Mehrzahl von ihnen sind Weibchen, die - weil sie weniger kräftig gebaut sind als die Männchen - der Kälte weniger trotzen können und damit gezwungen sind, weiter im Süden zu überwintern. Die Schellente ist ein Nahrungsspezialist, der sich im Überwinterungsgebiet fast ausschliesslich von Köcherfliegenlarven ernährt; um zur benötigten Nahrungsmenge zu kommen, muss sie pro Tag oft über 1200 Tauchgänge unternehmen. Als Baumbrüter wählt sich die Schellente waldumschlossene Seen und Teiche als Brutplatz. Ab Ende März suchen sich die Enten ihre Nisthöhle, aus der später - anderthalb Tage nach dem Schlüpfen - die Küken mit einem Satz springen und sich mit gespreizten Schwimmhäuten und heftig schlagenden Flügelstummeln zu Boden fallen lassen, wohin sie die Mutter mit erregtem "Err-kiörrkiörr" lockt. Sie führt sie kurz darauf zum Wasser, manchmal mehr als 1 km über Land. Den Weg hat sie zuvor auf Aufklärungsflügen erkundet.