Merkmale:
Erpel an der Oberseite weiss, an der Unterseite schwarz; schwarze Kopfplatte, hellgrüner Hinterhals; Ente braun mit weissen Flügelabzeichen; bezeichnendes Kopfprofil: fast geradliniger Übergang von der Stirn zum Schnabel ohne Höcker.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 1-3 | Rote Liste 2001:
verletzlich |
Zugverhalten:
Teilzieher, Wintergast |
| Grösse (cm):
58 |
Gewicht (g):
1200-2800 |
Gelegegrösse:
4-6 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
25-28 |
Nestlingsdauer (Tage):
65-75 |
| Nahrung:
Muscheln |
Vogelgruppe:
Entenvögel |
Lebensraum:
Seen, Fliessgewässer |
Die Eiderente ist etwa so gross wie eine Stockente und damit die grösste europäische Tauchente. Der Erpel ist zur Brutzeit überwiegend weiss gefärbt, Kopfplatte und Bauch sind schwarz. Der Nacken weist einen ungewöhnlichen Grünton auf. Die Weibchen sind schlichter braun gezeichnet. Während der Gruppenbalz, die schon im Winterquartier beginnt, kann der laute Ruf "hu-huu" des Männchens gehört werden. Diese Entenart gehört in der Schweiz erst seit kurzem zu den Brutvögeln. Bis in die Fünfzigerjahre war sie eine seltene und unregelmässige Erscheinung. Seither kam es in mehreren Wintern zu grossen Einflügen, worauf die Beobachtungen im Sommerhalbjahr stark zugenommen haben. 1988 gelang dann der erste Brutnachweis auf dem Zürichsee. Seither sind am Neuenburger-, Vierwaldstätter- und Walensee fast jedes Jahr weitere Bruten festgestellt worden. Zahlreicher ist die Eiderente bei uns aber im Winter zu beobachten, wenn sie auf fast allen grösseren Seen in kleinen Trupps auftaucht. Das eigentliche Brutgebiet der Eiderente umfasst den Küstenbereich des Nordatlantiks, Ostsibiriens und des nördlichen Nordamerikas. Sie ist im nördlichen Europa die häufigste "Meeresente" und weit verbreitet. In den meisten Gebieten nahm ihr Bestand in den letzten Jahrzehnten stark zu, unter anderem dank der Ausweisung grosser Schutzgebiete und des besseren Nahrungsangebots. Ausserdem wurden Eiderenten früher stark bejagt sowie Eier und Dunen gesammelt. Decken und Schlafsäcke, die mit den Federn hergestellt werden, sind ausserordentlich warm und leicht. Hierzu müssen aber die Dunen vieler Nester gesammelt werden, denn eine einziges Ente produziert davon höchstens 28 bis 35 g.
