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![]() Grosser Publikumsaufmarsch an den Tagen der offenen
Tür: 6000 Gäste besichtigten das neue Gebäude und liessen sich über die Forschung, die Schutzprojekte und die Vogelpflege informieren. Willkommen an der Vogelwarte!6000 Besucherinnen und Besucher strömten am Wochenende vom 1. und 2. Mai 2010 nach Sempach in die neue Vogelwarte. Sie alle besichtigten das neue Forschungsgebäude, warfen einen Blick hinter die Kulissen und lernten die vielfältige Arbeit der Vogelwarte kennen. Mit dem Neubau hat die Vogelwarte ein Musterbeispiel für ökologisches Bauen verwirklicht. Es ist das erste Gebäude im Kanton Luzern, das die hohen ökologischen Anforderungen des Labels Minergie-P-Eco erfüllt. Als Baumaterial wurde Holz gewählt, geheizt wird mit Holzschnitzeln, auf dem Dach wird Solarstrom produziert, um Trinkwasser zu sparen werden die WCs mit Regenwasser gespült, und die Frischluft wird zur Vorwärmung bzw. Vorkühlung über ein Erdregister zugeführt. Der Neubau wird die Vogelkunde und den Vogelschutz in unserem Land auf Jahrzehnte beflügeln. Ermöglicht wurde das Bauvorhaben durch zahlreiche namhafte zweckgebundene Beiträge von Stiftungen, Firmen, von vielen Kantonen sowie von privaten Gönnerinnen und Gönnern. Ihnen allen sind wir sehr dankbar! [ top ]
Ein Wiedehopf rastet in der Halbwüste
Nordafrikas. Unterwegs mit den Zugvögeln – dank HightechViele unserer Zugvögel überwintern in Afrika. Nicht allein wegen ihrer langen und gefährlichen Reise zählen viele von ihnen zu den bedrohtesten Arten. Ihre Bestände gehen zurück, weil sie in Europa und möglicherweise auch in Afrika Probleme haben. Ihre Situation hierzulande ist gut erforscht, doch über ihren Verbleib in Afrika ist fast nichts bekannt, denn südlich der Sahara gibt es kaum Funde von beringten Vögeln. Erst wenn wir wissen, wo genau die Vögel durchziehen und den Winter verbringen, können wir untersuchen, was dort passiert, und Grundlagen für ihren Schutz erarbeiten. Mit Hilfe einer neuen Technik, des Geolocators, wollen wir erstmals die Aufenthaltsorte auf dem Zug und in Afrika eingrenzen. Das Prinzip ist alt, denn die Positionsbestimmung anhand des Zeitpunkts von Sonnenauf- und Sonnenuntergang war schon den Seeleuten im Mittelalter bekannt. Neu ist hingegen, dass es unseren Forschern in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule gelang, ein lediglich 0,5 bis 1,0 g schweres Gerät zu entwickeln, das regelmässig die Intensität des Sonnenlichtes und die Uhrzeit misst und diese Werte während der Dauer eines Jahres speichert. Aus diesen Daten kann später die Position des Vogels berechnet werden. Der Geolocator wurde bereits bei Wiedehopf und Nachtigall eingesetzt. Projektleiter Steffen Hahn denkt bereits über weitere Einsätze nach: Er will Rauchschwalben und Gartenrotschwänze mit den High-Tech-Rucksäckchen ausrüsten. Das kleine Gerät könnte die Erforschung von Singvögeln revolutionieren. [ top ]
Die Verluste unserer Kiebitze im französischen Winterquartier
sind sehr hoch. Dort werden jedes Jahr bis zu
440 000 Kiebitze, die aus ganz Europa herkommen, auf der Jagd getötet. Hoffnung für den KiebitzDie letzte grosse Kiebitzkolonie der Schweiz lebt im luzernischen Wauwilermoos. Seit fünf Jahren engagieren wir uns mit Erfolg für deren Rettung. Um die Bruten vor Landmaschinen zu bewahren, trafen wir mit den Bauern Vereinbarungen. Anfänglich wurden die Nester beim Pflügen ausgespart, letztes Jahr wurden erstmals zwei ganze Äcker erst bearbeitet, nachdem die meisten Küken geschlüpft waren und vor Pflug und Egge flüchten konnten. Doch auf die Küken lauern weitere Gefahren: Mehr als 90 % von ihnen wurden früher Opfer von Nesträubern wie Fuchs, Katze und Iltis. Daher schützen wir die Felder mit Nestern mit Elektrozäunen, und dank dem Entgegenkommen der Landwirte seit 2008 auch die Nahrungsgründe der noch nicht flüggen Küken. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: 2009 wurden pro Paar 1,3 Junge flügge – ein neuer Rekord! [ top ]
Vor allem am unteren Rand seines hochalpinen
Lebensraums ist das Alpenschneehuhn vielerorts verschwunden.
Aufgrund der Klimaerwärmung ist eine
starke Schrumpfung seines Verbreitungsgebiets
zu erwarten.
Vogeljagd in der Schweiz: Korrekturen nötig
Tafelenten wechseln im Winter öfters ihr Quartier.
Vagabundierende Tauchenten
Im Gegensatz zu den
gelbschnäbligen Alpendohlen sind die scheuen
Alpenkrähen mit ihren
roten Schnäbeln eine
echte Walliser Spezialität.
Noch 40–60 Brutpaare
leben in den Walliser
Alpen, wo sie auf
ungedüngte, insektenreiche
Magerwiesen angewiesen
sind.
10 Jahre Walliser Aussenstelle
Der starke Rückgang der Insekten führt
zu einem Nahrungsengpass für den Neuntöter und andere bedrohte Arten. Heile Bergwelt ade
Vom Kauf von TerraSuisse-Produkten,
die nach den Richtlinien von IP Suisse
produziert werden, profitieren die Feldlerche und andere Vogelarten des Kulturlandes.
Mit Vielfalt punkten
Die Bestände von Grün-,
Bunt- und Schwarzspecht
sind in den letzten
zwanzig Jahren
deutlich gewachsen.
Der Weissrückenspecht bewohnt naturbelassene
Laubwälder mit einem hohen Totholzanteil und gilt deshalb als eigentliche «Urwaldart». In der Schweiz ist er erst seit gut zehn Jahren heimisch. Totholz bringt Leben in den Wald
Der Waldlaubsänger ist ein charakteristischer
Bewohner alter Buchenwälder. In
den letzten Jahren verzeichnete er einen
massiven Rückgang, dessen Ursachen
unklar sind. Die Vogelwarte untersucht,
wie sich vom Waldlaubsänger verlassene
Waldflächen verändert haben und welche
Waldstruktur für sein Vorkommen
und seinen Bruterfolg am besten geeignet
ist.
Holz verantwortungsbewusst nutzen
Ornitho ist auch eine Plattform für attraktive
Vogelaufnahmen – hier eine seltene Zippammer beim Trinken. Ornitho: Die Internet-Familie wächst
Der Bestseller «Vogelführer
Schweiz» enthält
alle wichtigen Informationen über den Steinrötel und alle anderen Vogelarten
der Schweiz.
Vogelkunde ohne Worte«Ein Buch wie sein Herkunftsland: attraktiv, präzis, effektiv, klein, kompakt, und vielsprachig.» So viel Lob erhält der Vogelführer Schweiz von Wolfgang Fiedler, dem Redaktor der angesehenen deutschen Fachzeitschrift «Die Vogelwarte». Das handliche Vogelwarte-Taschenbuch stellt fünfsprachig 283 Vogelarten vor und präsentiert sie auf über 500 Farbfotos. Auch Verbreitungskarten und Angaben zu den Lebensräumen und zum saisonalen Auftreten der Vögel sind vorhanden. Wie ist das möglich? Die Artporträts verzichten vollständig auf Text und arbeiten nur mit Grafiken und Piktogrammen. Abgerundet wird das Angebot mit einer Mini-CD der Gesänge. Der kleine Vogelführer möchte die vielfältige Vogelwelt unseres Landes sowohl der heimischen Bevölkerung als auch den Touristen näherbringen. Was liegt da näher als ein handliches Taschenbuch, das sogar Gäste aus Fernost mit etwas Englischkenntnissen benützen können. [ top ]
Junge Amseln verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen
können. Sie flattern dann unbeholfen umher, werden aber weiter von den Eltern gefüttert und betreut. Daher gilt in den meisten Fällen: Hände weg von Jungvögeln! Immer mehr gefiederte PatientenMit 916 in die Vogelwarte eingelieferten Vögeln wurde die Rekordzahl aus dem Vorjahr nochmals übertroffen. Jungvögel, Opfer des Strassenverkehrs, Vögel, die mit Scheiben kollidierten oder von Katzen verletzt wurden, machten den grössten Teil der Pechvögel aus. Spitzenreiter unter den Patienten ist der Mauersegler. An heissen Sommertagen werden aus den Nestern gefallene junge Mauersegler am Boden gefunden. Ohne unsere Hilfe würden sie sterben, da Mauersegler ihre Jungen ausserhalb des Nestes nicht weiter füttern. Andere Gründe führen die meisten Mäusebussarde und Eulen in die Pflegestation. Strenge Winter mit lang anhaltender geschlossener Schneedecke bringen die Mäusejäger in Not. Viele von ihnen werden dann geschwächt aufgegriffen. Sobald sie wieder genügend Nahrung bekommen, erholen sie sich erstaunlich rasch und können wieder freigelassen werden. Die Vogelwarte pflegt auch engen Kontakt mit anderen Wildvogel-Pflegestationen im ganzen Land. So können die Transportwege für die gefiederten Patienten möglichst kurz gehalten werden.
Notfalltelefon
Haben Sie einen verletzten, kranken oder verwaisten Vogel gefunden? Dann gehört er umgehend in fachliche Pflege. Über 041 462 97 00 helfen wir Ihnen bei Notfällen gerne weiter, an 365 Tagen im Jahr! [ top ]
Das vielstimmige Frühlingskonzert der Vögel – hier ein
Zaunkönig – ist der schönste Dank für das Engagement zugunsten der Vogelwelt. Ein herzliches DankeschönDie Schweizerische Vogelwarte Sempach wird von der breiten Bevölkerung getragen. Mehr als 200 000 Gönnerinnen und Gönner ermöglichen mit ihren grossen und kleinen Spenden unser Engagement für die Vogelwelt und sichern der Vogelwarte ihre Unabhängigkeit. Die Vogelwarte wird auch testamentarisch bedacht von Menschen, die langfristig bewahren möchten, was ihnen zu Lebzeiten wichtig war: Eine vielfältige Vogelwelt in intakter Natur. Eine unverzichtbare Unterstützung leisten schliesslich die rund 1700 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die massgeblich bei der landesweiten Überwachung der Vogelbestände, bei der Beringung, bei der Vogelpflege, aber auch als Naturfotografen oder als Botschafter für die Vogelwarte aktiv sind. Allen Gönnerinnen und Gönnern, Legatären, Donatoren, Stiftungen, Firmen, Partnern und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unsere Arbeit ideell, materiell oder mit ihrem Einsatz unterstützen, danken wir herzlich für ihr Engagement und für das unserer Institution und unserer Tätigkeit entgegengebrachte Wohlwollen und Vertrauen. [ top ]
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