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Blaumeise
Die Blaumeise ist uns sehr vertraut. Doch
erst auf der meisterhaften Aufnahme
von Marcus Siebert kommen die Perfektion
und die Schönheit ihres Gefieders
voll zur Geltung. Mehr dazu bietet
die neue Vogelwarte-Broschüre «Federn
machen Vögel»
.


Inhalt






 

Publikum
Grosser Publikumsaufmarsch an den Tagen der offenen
Tür: 6000 Gäste besichtigten das neue Gebäude und
liessen sich über die Forschung, die Schutzprojekte und
die Vogelpflege informieren.

Willkommen an der Vogelwarte!

6000 Besucherinnen und Besucher strömten am Wochenende vom 1. und 2. Mai 2010 nach Sempach in die neue Vogelwarte. Sie alle besichtigten das neue Forschungsgebäude, warfen einen Blick hinter die Kulissen und lernten die vielfältige Arbeit der Vogelwarte kennen. Mit dem Neubau hat die Vogelwarte ein Musterbeispiel für ökologisches Bauen verwirklicht. Es ist das erste Gebäude im Kanton Luzern, das die hohen ökologischen Anforderungen des Labels Minergie-P-Eco erfüllt. Als Baumaterial wurde Holz gewählt, geheizt wird mit Holzschnitzeln, auf dem Dach wird Solarstrom produziert, um Trinkwasser zu sparen werden die WCs mit Regenwasser gespült, und die Frischluft wird zur Vorwärmung bzw. Vorkühlung über ein Erdregister zugeführt. Der Neubau wird die Vogelkunde und den Vogelschutz in unserem Land auf Jahrzehnte beflügeln. Ermöglicht wurde das Bauvorhaben durch zahlreiche namhafte zweckgebundene Beiträge von Stiftungen, Firmen, von vielen Kantonen sowie von privaten Gönnerinnen und Gönnern. Ihnen allen sind wir sehr dankbar!

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Wiedehopf
Ein Wiedehopf rastet in der Halbwüste
Nordafrikas.

Unterwegs mit den Zugvögeln – dank Hightech

Viele unserer Zugvögel überwintern in Afrika. Nicht allein wegen ihrer langen und gefährlichen Reise zählen viele von ihnen zu den bedrohtesten Arten. Ihre Bestände gehen zurück, weil sie in Europa und möglicherweise auch in Afrika Probleme haben. Ihre Situation hierzulande ist gut erforscht, doch über ihren Verbleib in Afrika ist fast nichts bekannt, denn südlich der Sahara gibt es kaum Funde von beringten Vögeln. Erst wenn wir wissen, wo genau die Vögel durchziehen und den Winter verbringen, können wir untersuchen, was dort passiert, und Grundlagen für ihren Schutz erarbeiten. Mit Hilfe einer neuen Technik, des Geolocators, wollen wir erstmals die Aufenthaltsorte auf dem Zug und in Afrika eingrenzen. Das Prinzip ist alt, denn die Positionsbestimmung anhand des Zeitpunkts von Sonnenauf- und Sonnenuntergang war schon den Seeleuten im Mittelalter bekannt. Neu ist hingegen, dass es unseren Forschern in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule gelang, ein lediglich 0,5 bis 1,0 g schweres Gerät zu entwickeln, das regelmässig die Intensität des Sonnenlichtes und die Uhrzeit misst und diese Werte während der Dauer eines Jahres speichert. Aus diesen Daten kann später die Position des Vogels berechnet werden. Der Geolocator wurde bereits bei Wiedehopf und Nachtigall eingesetzt. Projektleiter Steffen Hahn denkt bereits über weitere Einsätze nach: Er will Rauchschwalben und Gartenrotschwänze mit den High-Tech-Rucksäckchen ausrüsten. Das kleine Gerät könnte die Erforschung von Singvögeln revolutionieren.

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Kiebitz
Die Verluste unserer Kiebitze im französischen Winterquartier sind sehr hoch. Dort werden jedes Jahr bis zu
440 000 Kiebitze, die aus ganz Europa herkommen, auf
der Jagd getötet.

Hoffnung für den Kiebitz

Die letzte grosse Kiebitzkolonie der Schweiz lebt im luzernischen Wauwilermoos. Seit fünf Jahren engagieren wir uns mit Erfolg für deren Rettung. Um die Bruten vor Landmaschinen zu bewahren, trafen wir mit den Bauern Vereinbarungen. Anfänglich wurden die Nester beim Pflügen ausgespart, letztes Jahr wurden erstmals zwei ganze Äcker erst bearbeitet, nachdem die meisten Küken geschlüpft waren und vor Pflug und Egge flüchten konnten. Doch auf die Küken lauern weitere Gefahren: Mehr als 90 % von ihnen wurden früher Opfer von Nesträubern wie Fuchs, Katze und Iltis. Daher schützen wir die Felder mit Nestern mit Elektrozäunen, und dank dem Entgegenkommen der Landwirte seit 2008 auch die Nahrungsgründe der noch nicht flüggen Küken. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: 2009 wurden pro Paar 1,3 Junge flügge – ein neuer Rekord!

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Alpenschneehuhn
Vor allem am unteren Rand seines hochalpinen Lebensraums ist das Alpenschneehuhn vielerorts verschwunden. Aufgrund der Klimaerwärmung ist eine starke Schrumpfung seines Verbreitungsgebiets zu erwarten.

Vogeljagd in der Schweiz: Korrekturen nötig


Der Bundesrat hat beschlossen, die eidgenössische Jagdverordnung zu revidieren. Dies gibt der Vogelwarte die Möglichkeit, bei der Vernehmlassung mehrere Anliegen einzubringen. Unsere Forderungen beruhen auf landesweiten Bestandserhebungen und der Einschätzung der Gefährdung. Wir empfehlen, die Bejagung von Wasservögeln in allen Wasservogelgebieten von internationaler und nationaler Bedeutung einzustellen und die Schonzeit für Enten um den Monat Januar zu erweitern, weil sich dann bereits die Paare bilden. Weiter erwarten wir, dass der Jagddruck auf Birkhahn und Alpenschneehuhn reduziert und die Schonzeit für die Waldschnepfe um zwei Monate verlängert wird. Diese traditionellen Flugwildarten weisen zum Teil sinkende Bestände auf, das Alpenschneehuhn erlitt in den letzten zwanzig Jahren gar schweizweit einen Bestandseinbruch von über 30 %. Dies ist wohl in erster Linie eine Folge der Klimaerwärmung, doch soll sich die Jagd entsprechend zurückhalten, um den Bestand nicht zusätzlich zu schwächen.

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Tafelenten
Tafelenten wechseln im Winter öfters ihr Quartier.

Vagabundierende Tauchenten


Im Herbst ziehen Zehntausende von Wasservögeln in die Schweiz. Auf unseren Seen und Flüssen ändern sich die Bedingungen wie Wasserstand, Nahrungsangebot und Wetter laufend, so dass die Vögel gezwungen sein können, spontan ein besseres Gewässer aufzusuchen. Die Vogelwarte untersuchte die Flexibilität im Verhalten der Wasservögel und die damit verbundene Dynamik und Schwankungen in den Entenbeständen. Wir analysierten Ringfunde von im Winter in der Schweiz beringten Reiher- und Tafelenten sowie Meldungen von Beobachtungen farbmarkierter Individuen dieser Arten. Wie häufig, wie weit und in welche Richtungen sich die beiden Entenarten im Lauf des Winters bewegen, war bislang weitgehend unbekannt. Tafelenten legten längere Distanzen zurück als Reiherenten und können pro Nacht mehr als 200 km weit ausweichen. Die Temperatur beeinflusste bei keiner Art die Distanzen oder die Richtungen. Die winterliche Zugaktivität ist bei beiden Arten auch bei milder Witterung hoch. Winterortswechsel werden also eher durch lokale Nahrungsengpässe als durch tiefe Temperaturen ausgelöst.

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Alpenkrähen
Im Gegensatz zu den gelbschnäbligen Alpendohlen sind die scheuen Alpenkrähen mit ihren roten Schnäbeln eine echte Walliser Spezialität. Noch 40–60 Brutpaare leben in den Walliser Alpen, wo sie auf ungedüngte, insektenreiche Magerwiesen angewiesen sind.

10 Jahre Walliser Aussenstelle


Das Wallis ist landesweit bekannt für seine artenreiche Vogelwelt. Raritäten wie Zwergohreule, Alpenkrähe und Ortolan gibt es in der Schweiz praktisch nur noch hier. Im Jahr 2000 eröffnete die Vogelwarte in Salgesch an der Sprachgrenze zwischen Ober- und Unterwallis eine Aussenstelle, um vor Ort die Schutzbestrebungen zu verstärken. Der Leistungsausweis darf sich sehen lassen: Der Wiedehopfbestand hat sich erholt, der Ziegenmelker profitiert von ausgelichteten Föhrenwäldern und der Wendehals von speziellen Nistkästen. Rebberge werden ökologisch aufgewertet und dadurch zum Refugium für Heidelerche und Zaunammer. Schwarzkehlchen schliesslich haben die neuen Buntbrachen im Chablais besiedelt. Diese Schutzarbeit basiert auf wissenschaftlichen Abklärungen der Gefährdung, die in enger Zusammenarbeit mit der Universität Bern durchgeführt werden. Und mit dem neuen Vogelschutzkonzept im Auftrag der Behörden zeigen wir, wie der Alpenkanton seinen ornithologischen Reichtum weiter fördern kann.

 

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Neuntöter
Der starke Rückgang der Insekten führt
zu einem Nahrungsengpass für den
Neuntöter und andere bedrohte Arten.

Heile Bergwelt ade


Die massive Verarmung der Vogelwelt hat die Berge erreicht. Auch dort brechen jetzt die Vogelbestände dramatisch ein, wie eine Langzeitstudie der Vogelwarte zeigt, die von 1988 bis 2006 in den Walliser Gemeinden Savièse, Brunnen/Leuk und Gampel durchgeführt wurde. In knapp zwanzig Jahren verschwanden die Bestände aller charakteristischen Wiesenbrüter wie Wachtel, Feldlerche, Heidelerche, Baumpieper, Braunkehlchen und Grauammer ganz aus Brunnen, in Savièse gingen sie um 71 % und in Gampel um 62 % zurück. Der Hauptgrund für diesen Aderlass liegt in der extrem intensiven Nutzung des Grünlands. Die Wiesen werden bewässert und gedüngt, so dass sie bereits um den 20. Mai, noch mitten in der Brutzeit, erstmals geschnitten werden, was viele Bruten zerstört. Seit der Einführung der Ballensilage werden bei der Aufbereitung des Grases auch viele Insekten getötet, was die Nahrungsgrundlage der Vögel beträchtlich schmälert.

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Feldlerche
Vom Kauf von TerraSuisse-Produkten, die nach den Richtlinien von IP Suisse produziert werden, profitieren die Feldlerche und andere Vogelarten des Kulturlandes.

Mit Vielfalt punkten


Das Kulturland könnte eine sehr hohe Biodiversität aufweisen. Ein grosser Teil der darin lebenden Tierarten, auch jede zweite Vogelart, gilt heute jedoch als gefährdet. Die in der Schweiz getroffenen Massnahmen gegen den Rückgang der Biodiversität im Kulturland zeigen wenig Erfolg. Die Gründe dafür dürften bei der aktuellen Subventionspolitik und bei Lücken in der landwirtschaftlichen Ausbildung zu suchen sein. Die Vogelwarte Sempach und das Forschungsinstitut für den biologischen Landbau FiBL wollen an diesen beiden Punkten ansetzen – mit dem Projekt «Mit Vielfalt punkten – Bauern beleben die Natur». Zuerst verfassten wir Leitartenkarten, eine Art Rezept für Landwirte zur Förderung von Wildpflanzen und Wildtieren auf ihren Äckern und Wiesen. Als Kernstück wurde ein Punktesystem entwickelt, mit dem die Leistungen der Bauernbetriebe für die Biodiversität ermittelt werden können. IP Suisse, der Verein der integriert produzierenden Landwirte, hat das Punktesystem in seine Richtlinien aufgenommen. Die Migros übernimmt Produkte aus diesem Anbau und zahlt den Landwirten einen Bonus. Konsumentinnen und Konsumenten können die Erzeugnisse unter dem Label TerraSuisse kaufen. So wird die Biodiversität zu einem Marktfaktor.

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Bestand
Die Bestände von Grün-, Bunt- und Schwarzspecht sind in den letzten zwanzig Jahren deutlich gewachsen.
Weissrückenspecht
Der Weissrückenspecht bewohnt naturbelassene
Laubwälder mit einem hohen Totholzanteil und gilt deshalb als eigentliche «Urwaldart». In der Schweiz ist er erst
seit gut zehn Jahren heimisch.

Totholz bringt Leben in den Wald


Totholz ist für viele Vögel des Waldes von grosser Bedeutung. Im toten Holz leben viele Insekten und deren Larven, von denen sich Spechte ernähren. Tote Stämme und grössere dürre Äste erleichtern den Spechten den Bau von Bruthöhlen. Auf morsches Holz angewiesen ist auch die Mönchsmeise für ihre Nisthöhle. Baumläufer finden hinter abgestorbenen Baumteilen gute Nistgelegenheiten. Gemäss Landesforstinventar hat die Menge an Totholz seit Mitte der 1990er-Jahre in allen Waldtypen der Schweiz zugenommen. Auch beim Altholz sind positive Trends festgestellt worden, unter anderem eine Verdoppelung der Anzahl der sehr starken Bäume. Waldvogelarten, die auf Totholz angewiesen sind, reagierten darauf mit markanten Bestandszunahmen. Der Schwarzspecht konnte seinen Bestand zwischen 1990 und 2008 verdoppeln. Grünspecht, Buntspecht, Mittelspecht, Kleinspecht, Dreizehenspecht sowie Haubenmeise, Mönchsmeise und Waldbaumläufer haben ebenfalls stark zugelegt. Gar neu in der Schweiz aufgetreten ist der Weissrückenspecht.

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Waldlaubsänger
Der Waldlaubsänger ist ein charakteristischer Bewohner alter Buchenwälder. In den letzten Jahren verzeichnete er einen massiven Rückgang, dessen Ursachen unklar sind. Die Vogelwarte untersucht, wie sich vom Waldlaubsänger verlassene Waldflächen verändert haben und welche Waldstruktur für sein Vorkommen und seinen Bruterfolg am besten geeignet ist.

Holz verantwortungsbewusst nutzen


Für die Zukunft der Vögel und der natürlichen Vielfalt im Schweizer Wald ist es von
entscheidender Bedeutung, dass die lange Tradition eines qualitativ hochstehenden
naturnahen Waldbaus auf der ganzen Waldfläche weitergeführt wird. Auf besondere
Hilfe des Försters angewiesen sind Vogelarten wie Auerhuhn und Ziegenmelker,
die lichte, lockere Wälder benötigen. Der Mittelspecht profitiert von der Förderung
von Eichen. Und entlang von Flüssen soll Platz für Auenwald mit Turteltauben und
Nachtigallen geschaffen werden. So können bestehende Defizite behoben werden,
und die insgesamt erfreuliche Situation für die Waldvögel bleibt so erhalten.
Dazu beitragen können in erster Linie Waldeigentümer und Förster. Aber auch
jede Konsumentin, jeder Architekt, Politiker und jede Bauherrin kann einen Beitrag
leisten. Durch die Nutzung von Holz aus zertifizierter Produktion unterstützen
sie jene Betriebe und Waldeigentümer, die ihre Verantwortung für den Wald
wahrnehmen.

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Zippammer
Ornitho ist auch eine Plattform für attraktive
Vogelaufnahmen – hier eine seltene
Zippammer beim Trinken.

Ornitho: Die Internet-Familie wächst


Das beliebte Internetportal ornitho.ch für Vogelbeobachter ist auf Expansionskurs. Die von Gaëtan Delaloye vorerst für die Romandie entwickelte Software wurde 2007 von der Vogelwarte zu einer landesweiten Plattform für die Erfassung von Beobachtungen in Echtzeit ausgebaut. Bereits haben einige französische Departemente und Katalonien die gleiche Software übernommen. Unserem Tessiner Mitarbeiter Roberto Lardelli ist es gelungen, ornitho.it für ganz Italien aufzubauen. Die Initiative trägt Früchte: Bereits werden damit für einen neuen Vogelatlas Daten erhoben. Jetzt soll ornitho.de dazustossen und ab Ende 2010 ganz Deutschland abdecken. Da hinter allen ornitho-Seiten die gleiche Datenstruktur steht, werden mittelfristig auch länderübergreifende Darstellungen möglich, die von Sizilien bis an die Ostsee reichen. Dereinst wird sich so die Rückkehr der Zugvögel im Frühling live am Computer mitverfolgen lassen.

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Steinrötel
Der Bestseller «Vogelführer Schweiz» enthält alle wichtigen Informationen über den Steinrötel und alle anderen Vogelarten der Schweiz.
Vogelführer

Vogelkunde ohne Worte

«Ein Buch wie sein Herkunftsland: attraktiv, präzis, effektiv, klein, kompakt, und vielsprachig.» So viel Lob erhält der Vogelführer Schweiz von Wolfgang Fiedler, dem Redaktor der angesehenen deutschen Fachzeitschrift «Die Vogelwarte». Das handliche Vogelwarte-Taschenbuch stellt fünfsprachig 283 Vogelarten vor und präsentiert sie auf über 500 Farbfotos. Auch Verbreitungskarten und Angaben zu den Lebensräumen und zum saisonalen Auftreten der Vögel sind vorhanden. Wie ist das möglich? Die Artporträts verzichten vollständig auf Text und arbeiten nur mit Grafiken und Piktogrammen. Abgerundet wird das Angebot mit einer Mini-CD der Gesänge. Der kleine Vogelführer möchte die vielfältige Vogelwelt unseres Landes sowohl der heimischen Bevölkerung als auch den Touristen näherbringen. Was liegt da näher als ein handliches Taschenbuch, das sogar Gäste aus Fernost mit etwas Englischkenntnissen benützen können.

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Junge Amsel
Junge Amseln verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen
können. Sie flattern dann unbeholfen umher, werden
aber weiter von den Eltern gefüttert und betreut. Daher
gilt in den meisten Fällen: Hände weg von Jungvögeln!

Immer mehr gefiederte Patienten

Mit 916 in die Vogelwarte eingelieferten Vögeln wurde die Rekordzahl aus dem Vorjahr nochmals übertroffen. Jungvögel, Opfer des Strassenverkehrs, Vögel, die mit Scheiben kollidierten oder von Katzen verletzt wurden, machten den grössten Teil der Pechvögel aus. Spitzenreiter unter den Patienten ist der Mauersegler. An heissen Sommertagen werden aus den Nestern gefallene junge Mauersegler am Boden gefunden. Ohne unsere Hilfe würden sie sterben, da Mauersegler ihre Jungen ausserhalb des Nestes nicht weiter füttern. Andere Gründe führen die meisten Mäusebussarde und Eulen in die Pflegestation. Strenge Winter mit lang anhaltender geschlossener Schneedecke bringen die Mäusejäger in Not. Viele von ihnen werden dann geschwächt aufgegriffen. Sobald sie wieder genügend Nahrung bekommen, erholen sie sich erstaunlich rasch und können wieder freigelassen werden. Die Vogelwarte pflegt auch engen Kontakt mit anderen Wildvogel-Pflegestationen im ganzen Land. So können die Transportwege für die gefiederten Patienten möglichst kurz gehalten werden.

 

Notfalltelefon
Haben Sie einen verletzten, kranken oder verwaisten Vogel gefunden? Dann gehört er umgehend in fachliche Pflege. Über
041 462 97 00 helfen wir Ihnen bei Notfällen gerne weiter, an 365 Tagen im Jahr!

 

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Zaunkönig
Das vielstimmige Frühlingskonzert der Vögel – hier ein
Zaunkönig – ist der schönste Dank für das Engagement
zugunsten der Vogelwelt.

Ein herzliches Dankeschön

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach wird von der breiten Bevölkerung getragen. Mehr als 200 000 Gönnerinnen und Gönner ermöglichen mit ihren grossen und kleinen Spenden unser Engagement für die Vogelwelt und sichern der Vogelwarte ihre Unabhängigkeit. Die Vogelwarte wird auch testamentarisch bedacht von Menschen, die langfristig bewahren möchten, was ihnen zu Lebzeiten wichtig war: Eine vielfältige Vogelwelt in intakter Natur. Eine unverzichtbare Unterstützung leisten schliesslich die rund 1700 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die massgeblich bei der landesweiten Überwachung der Vogelbestände, bei der Beringung, bei der Vogelpflege, aber auch als Naturfotografen oder als Botschafter für die Vogelwarte aktiv sind. Allen Gönnerinnen und Gönnern, Legatären, Donatoren, Stiftungen, Firmen, Partnern und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unsere Arbeit ideell, materiell oder mit ihrem Einsatz unterstützen, danken wir herzlich für ihr Engagement und für das unserer Institution und unserer Tätigkeit entgegengebrachte Wohlwollen und Vertrauen.

 

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