Welche heimischen Vogelarten brauchen am dringendsten Hilfe? Die 50
prioritären Arten für Artenförderungsprogramme, kurz Prioritätsarten,
wurden nach folgenden objektiven Kriterien ausgewählt:
- Gefährdungsgrad (Beispiel: Das Auerhuhn
ist in der Schweiz stark gefährdet, sein Bestand ist seit Jahrzehnten
massiv zurückgegangen).
- Seltenheit (Beispiel: Der schweizerische Bestand des Fahlseglers
ist aus natürlichen Gründen sehr klein.)
- Bedeutung des Bestands im internationalen Vergleich (Beispiel: Die Schweiz
trägt international eine grosse Verantwortung für den Bestand der
Alpendohle, denn 19 % aller Alpendohlen Europas leben in den schweizerischen
Alpen).
- Zweckmässigkeit der Naturschutzinstrumente (Wenn allgemeine Massnahmen
wie Naturschutzgebiete oder der ökologische Ausgleich für den Schutz
einer Vogelart nicht ausreichen, braucht es zusätzlich massgeschneiderte
Förderungsmassnahmen).
Diese Beurteilung nach klaren Kriterien ermöglicht es, im Vogelschutz
die richtigen Prioritäten zu setzen. Die knappen personellen und finanziellen
Mittel können somit sehr gezielt eingesetzt werden. Das Programm Artenförderung
Vögel Schweiz ist ganz auf die Förderung dieser 50 Prioritätsarten
ausgerichtet.
Eine Dokumentation mit den Steckbriefen der 50 Prioritätsarten ist als
PDF-Dokument verfügbar.
Wer sich für weiterführende Literatur zu den 50 Prioritätsarten
interessiert, findet die Zusammenstellung der wichtigsten Literatur hier: