Merkmale:
schwarz bis auf das weisse Hornschild auf der Stirn und die schmale, helle, im Flug sichtbare Flügelbinde; das Hornschild ist beim Männchen grösser, sonst Geschlechter gleich.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 4500-7000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Teilzieher, Wintergast |
| Grösse (cm):
38 |
Gewicht (g):
575-900 |
Gelegegrösse:
3-12 |
| Brutort:
Schilf |
Brutdauer (Tage):
21-23 |
Nestlingsdauer (Tage):
55-60 |
| Nahrung:
Pflanzen, Muscheln |
Vogelgruppe:
Rallen |
Lebensraum:
Seen, Fliessgewässer, Feuchtgebiete |
Das Blässhuhn ist unsere häufigste Rallenart. Es stellt nur wenig Ansprüche an seinen Lebensraum und ist deshalb an fast allen Seen, langsam fliessenden Gewässern, Teichen und in Sümpfen zu finden. Bei der Balz streckt das Männchen den Hals waagrecht aus, bis er fast das Wasser berührt. Die angriffslustigen Vögel mit ihrem ausgeprägten Reviersinn gehen oft zänkisch aufeinander los; es kann vorkommen, dass diese Kämpfe blutig ausgehen. Stösst ein Greifvogel auf eine Gruppe Blässhühner nieder, rennen sie flügelschlagend über die Wasserfläche ins nächste Röhricht und lassen eine Sprühwolke hinter sich. Daraus ist die Geschichte entstanden, sie spritzten Eindringlingen Wasser in die Augen und vertrieben sie so. Im Spätherbst erhalten die Blässhühner Zuzug aus dem Nordosten und bilden auf den eisfreien Gewässern die auffälligsten Versammlungen von Wasservögeln. Zu dieser Zeit kann man sie sogar mitten in Grossstädten beobachten. Dank den alljährlich durchgeführten Wasservogelzählungen weiss man, dass der Winterbestand in der Schweiz rund hunderttausend Blässhühner beträgt. Blässhühner - den Namen haben sie von der weissen Stirnblesse, die sich scharf vom schwarzen Gefieder abhebt - sind auf dem Wasser äusserst wendig und können bei Gefahr wie Teichhühner mit dem Körper ganz untertauchen, so dass nur noch der Schnabel herausragt.
