Merkmale:
etwa taubengrosser Vogel, ähnlich Bekassine, aber grösser und plumper, mit schwarzen Querbändern auf dem Scheitel; Gefieder wirkt wie Falllaub; beide Geschlechter gleich; Dämmerungsvogel.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 1130-1630 | Rote Liste 2001:
verletzlich |
Zugverhalten:
Teilzieher |
| Grösse (cm):
34 |
Gewicht (g):
250-420 |
Gelegegrösse:
4 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
22-23 |
Nestlingsdauer (Tage):
15-20 |
| Nahrung:
Insekten, Würmer |
Vogelgruppe:
Watvögel |
Lebensraum:
Wald |
Die etwa taubengrosse Waldschnepfe ist mit ihrem braunrot gescheckten Gefieder optimal für ein Leben auf dem Waldboden angepasst. Als Lebensraum benötigt sie ausgedehnte, eher feuchte und störungsarme Wälder. In unserem Land findet sie solche Bedingungen vorab in den weitläufigen Waldlandschaften im Jura und in den nördlichen Voralpen. Auf der Alpensüdseite und in inneralpinen Tälern ist sie nur lokal zu finden - die meisten an sich geeignet erscheinenden Gegenden sind ihr wohl zu trocken. In den Niederungen blieben in letzter Zeit mehr und mehr Wälder verwaist. Die Gründe dafür sind unklar. Am ehesten lässt sich dieser heimliche Waldbewohner bei der Balz beobachten. Von März bis Juli fliegen die Männchen fast in jeder Dämmerung ausgedehnte Runden über ihrem Lebensraum, auf welchen sie scharfe und brummende Laute, Puitzen und Quorren genannt, von sich geben. In der zweiten Phase der Balz, wenn ein Männchen bei einem Weibchen gelandet ist, führt es eine Art Tanz um die Auserwählte auf. Nach der Paarung kümmert sich das Weibchen allein um die Jungenaufzucht. Die Waldschnepfe ist ein besonders beliebtes Jagdobjekt. In romanischen Ländern wird ein eigentlicher Kult um die Waldschnepfen-Jagd betrieben. Allein in Frankreich werden jeden Winter rund 2 Mio dieser Vögel erlegt. Als besondere Delikatesse gilt unter Jägern der Darminhalt. Übrigens: Die Waldschnepfe ernährt sich grösstenteils von Regenwürmern...
