Merkmale:
Kopf und Rücken grau, gebänderte Unterseite; unterscheidet sich vom Sperber durch seine schlanke Gestalt, den geraden Schnabel, die spitzen, oft hängenden Flügel; langer Schwanz; Geschlechter gleich; bei einer seltenen Variante ist vor allem das Weibchen braun und auch oberseits gebändert.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 20'000-30'000 | Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
33 |
Gewicht (g):
105-130 |
Gelegegrösse:
10-25 |
| Brutort:
bei anderen Arten |
Brutdauer (Tage):
12-13 |
Nestlingsdauer (Tage):
20-23 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen |
Vogelgruppe:
Kuckucke |
Lebensraum:
Gebirge, Wald, Kulturland, Feuchtgebiete |
Im Frühling wird kein Laut in der Natur sehnsüchtiger erwartet als der weitschallende und oft wiederholte Kuckucksruf. Die wenigsten wissen, dass nur der männliche Kuckuck so ruft. Das Weibchen hat eine ganz andere Stimme, ein laut trällerndes Kichern, das man viel seltener hört als den Ruf des Männchens. Die ersten Kuckucke treffen in der Südwestschweiz Anfang April ein, in den höheren Berglagen erst Ende April/Anfang Mai. Nach seiner Ankunft verbreitet sich der Kuckuck in alle Gebiete, wo er Wirtseltern für seine Jungen findet - immer Singvögel, die viel kleiner sind als er. In ein Wirtsvogelnest wird nur je ein Kuckucksei gelegt. Die Pflegeeltern brüten das Ei mit den ihren aus und ziehen den jungen Kuckuck auf. Die alten Kuckucke ziehen im Juli/August bereits wieder in den Süden. Die eben flügge gewordenen Jungen folgen wenig später nach. Sie ziehen allein, fliegen bei Nacht und finden, ohne jegliche Hilfe, zu ihren Winterquartieren - ein bemerkenswertes Beispiel für den angeborenen Orientierungssinn eines Vogels. In der Auslese des Brutbiotops ist der Kuckuck nicht sehr wählerisch. So bewohnt er kleinflächige Laub- und Mischwälder, Ufergehölze, Ried- und Schilfgebiete ebenso wie Alpweiden. Die Bestandsdichte im Alpengebiet hängt von der herrschenden Witterung bei der Rückkehr der Kuckucke ab, bei kühlem Wetter ziehen sich viele Vögel wieder in die Niederungen zurück. Der in der Schweiz weit verbreitete Kuckuck ist im Jura und Mitteland stark zurückgegangen. Am häufigsten ist er noch in Berggebieten sowie in abwechslungsreichen Landschaften, besonders in Feuchtgebieten.
