Steinkauz

Chevêche d'Athéna - Little Owl

Athene noctua

Steinkauz

© Christoph Meier-Zwicky



Merkmale:
kleine Eule mit niedriger Stirn und flachem Kopf; Schwanz kurz; Bewegungen ruckartig; knickst häufig; fliegt wellenförmig; oft auch tagaktiv.


Zugverhalten Steinkauz
Bestand in der Schweiz (Paare): 60-70 (2007) Rote Liste 2001:
vom Aussterben bedroht
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
22
Gewicht (g):
140-200
Gelegegrösse:
2-5
Brutort:
Baum- und andere Höhlen
Brutdauer (Tage):
27-28
Nestlingsdauer (Tage):
30-36
Nahrung:
Insekten, Würmer, Kleinsäuger, Reptilien
Vogelgruppe:
Eulen
Lebensraum:
Obstgärten, Kulturland


Auf nur noch etwa 70 Brutpaare ist der Bestand des Steinkauzes in der Schweiz zusammengeschrumpft. Rund die Hälfte davon lebt im Kanton Genf, auch die übrigen hausen fast ausschliesslich in Grenzgebieten. Einst war die Art jedoch im Mittelland, in den Niederungen des Wallis und des Tessins sowie in der Nordwestschweiz recht verbreitet. Sie bewohnte vor allem Obstgarten-Landschaften, wo sie in Baumhöhlen brütete. Mit dem Verschwinden zahlloser Obstbäume, durch Überbauung und die intensive Bewirtschaftung wurden geeignete Lebensräume rar. Der etwa amselgrosse Vogel ist eine kecke Eulenart. Regelmässig kann man sie auch tagsüber beobachten, denn sie nimmt gerne ein Sonnenbad und behält auch tagsüber ihr Revier im Überblick - manchmal jagt sie sogar am helllichten Tag. Gerade in mediterranen Gebieten, wo sie noch häufig ist, entdeckt man mit etwas Glück hin und wieder einen solchen Vogel auf einer verlassenen Scheune, auf einer Ruine, auf einem Steinhaufen oder an einem Baumstamm sitzend. Zu den beliebtesten Beutetieren gehören Kleinsäuger und Grossinsekten. Dazu greift er sich auch etwa einen Singvogel, eine Eidechse, einen Frosch oder Regenwürmer. Der Flug dieses Vogels, der mal als "Totenvogel", mal als Sinnbild der Weisheit galt, ist wellenartig und führt niedrig über den Boden. Dies wird ihm leider nur zu oft zum Verhängnis, werden doch viele Steinkäuze Opfer des Strassenverkehrs. Mit Förderungsprogrammen und besonderen Nisthilfen versucht man heutzutage im In- und Ausland diese sympathische Eulenart zu unterstützen und in besonders geeigneten Gebieten wieder anzusiedeln.