Waldohreule

Hibou moyen-duc - Long-eared Owl

Asio otus

Waldohreule

© Emile Barbelette



Merkmale:
lange Federohren; Gefieder gelbbraun, hell gesprenkelt und dunkel gestreift; orangerote Augen; beide Geschlechter gleich; wie Uhu gefärbt, aber bedeutend kleiner.


Zugverhalten Waldohreule
Bestand in der Schweiz (Paare): 2500-3000 (2007) Rote Liste 2001:
verletzlich
Zugverhalten:
Teilzieher
Grösse (cm):
36
Gewicht (g):
210-330
Gelegegrösse:
3-6
Brutort:
Bäume
Brutdauer (Tage):
27-28
Nestlingsdauer (Tage):
>30
Nahrung:
Kleinsäuger, Vögel
Vogelgruppe:
Eulen
Lebensraum:
Kulturland, Wald


Die Ohren der Waldohreule sind lediglich verlängerte Kopffedern und in aufrechter Stellung ein gutes Erkennungsmerkmal; zum Hören sind sie nicht bestimmt. Die dumpfen, stöhnenden " Hu"-Rufe dieser Eule kann man schon in den kalten Januar- oder Februarnächten in Feldgehölzen und Nadelwäldern vernehmen. Sie ist bei uns bis hinauf zur Waldgrenze ein verbreiteter Brutvogel. Ihre Bestände haben in den letzten Jahren eher abgenommen. Die Waldohreule jagt nachts in offenem Gelände und ruht tags. Meist sitzt sie dann aufrecht auf einem Ast dicht am Stamm. Kleinere Vögel, unter denen sie sich oft ihre Beute sucht, verfolgen sie, sobald sie ihr Versteck ausgemacht haben. Im Winter verbringen nicht selten 10-20 Eulen den Tag gemeinsam in einem Feldgehölz oder sogar mitten in einem Wohnquartier. Unter ihrem Schlafbaum liegt manchmal ihr Gewölle. Die Untersuchung solcher Speiballen hat gezeigt, dass Wühl- und Waldmäuse ihre wichtigsten Beutetiere sind, daneben auch Hausmäuse, Wanderratten, Spitzmäuse und Kleinvögel. Bei uns ernährt sie sich allerdings einseitig fast nur von Feldmäusen. Im Balzflug schlägt das Männchen die Flügel klatschend unter dem Körper zusammen. Wenn es angegriffen wird, nimmt es mit ausgebreiteten Flügeln eine drohende Haltung ein, zischt und knappt mit dem Schnabel. Während der Brutzeit gibt es ausser stöhnenden auch kläffende Rufe von sich. Das Schreien der Jungen klingt wie das Knarren einer Tür, der ein Tropfen Öl fehlt, oder aber wie das helle Fiepen eines Rehkitzes.