Merkmale:
gut finkengrosser, braun gestreifter Vogel; weisse Aussenkanten am Schwanz, die im Flug zu sehen sind; kleiner Federschopf auf dem Kopf; weisse Linie entlang der hinteren Flügelbegrenzung; beide Geschlechter gleich; typisch ist der Singflug, bei dem der Vogel in grosse Höhe aufsteigt.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 40'000-50'000 | Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet |
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher |
| Grösse (cm):
18 |
Gewicht (g):
33-45 |
Gelegegrösse:
3-5 |
| Brutort:
Boden |
Brutdauer (Tage):
11-14 |
Nestlingsdauer (Tage):
16 |
| Nahrung:
Insekten, Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel |
Lebensraum:
Wiesen und Äcker |
Die Dichter haben die Feldlerche wegen ihres jubilierenden Gesanges als Frühlingsboten, Minnesänger der Lüfte und Himmelspilger gepriesen. Ein Frühlingsmorgen im Feld, an dem die Luft vom Lied der Lerche erfüllt ist, bleibt in der Tat unvergesslich. Singend steigt sie nahezu senkrecht empor, singt oben schwirrend weiter und verstummt auch beim Rückflug zur Erde nicht. Da sie beim Ein- und Ausatmen nicht absetzt, kann sie fünf Minuten und länger singen. Als einziger Vogel singt sie fast ausschliesslich im Fluge. Mit seinem Lied, das regelmässig vom Februar bis Anfang Juli ertönt und im August und September nahezu verstummt, verteidigt das Männchen sein Revier und lockt das Weibchen. Feldlerchen nisten in offenem Gelände von der Ebene bis hinauf zu den Alpmatten. Die Bestandsdichte hängt ganz wesentlich von der Art und Intensität der Bewirtschaftung ab. Im landwirtschaftlich sehr stark genutzten Mittelland hat der Bestand in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Vor allem in den intensiv genutzten Wieslandgebieten werden viele Nester bei den häufigen Grasschnitten zerstört. Diese Art reagiert andererseits positiv auf Extensivierungsmassnahmen wie Biolandbau, Flächenstillegungen, extensive Wiesennutzung, Buntbrachen und Ackerschonstreifen. Bereits Ende Februar und im März kommen die Feldlerchen aus ihren Winterquartieren in Südwesteuropa in die Brutgebiete zurück. Einige überwintern aber auch in den schneeärmeren Gegenden der Schweiz, besonders in milden Wintern. Diese Überwinterer können ihre Nahrung notfalls auch unter einer dünnen Schneeschicht hervorscharren.
