Merkmale:
Oberseite blauschwarz mit weissem Bürzel; Unterseite weiss; Schwanz kürzer und weniger gegabelt als bei der Rauchschwalbe; beide Geschlechter gleich; brütet in der Regel an Gebäudefassaden.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 50'000-100'000 (2004) | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
12 |
Gewicht (g):
15-21 |
Gelegegrösse:
2-6 |
| Brutort:
Gebäude, Felsen |
Brutdauer (Tage):
17-20 |
Nestlingsdauer (Tage):
24-26 |
| Nahrung:
Insekten |
Vogelgruppe:
Singvögel Schwalben & Segler |
Lebensraum:
Siedlungen, Felsen |
Die Mehlschwalbe mit ihrem auffallenden weissen Bürzel ist von allen Schwalbenarten am leichtesten an ihrem Flug zu erkennen. Allgemein bekannt sind ihre Lehmnester, die sie in der Regel unter Hausdächern anbringt. Im Gegensatz zur Rauchschwalbe nistet die Mehlschwalbe nur ausnahmsweise im Innern von Gebäuden. Die Mehlschwalbe nistet kolonienweise, und ihre Nester kleben oft eng nebeneinander. Die grösste bisher in der Schweiz bekannt gewordene Kolonie beherbergte 480 Brutpaare. Die Mehlschwalbe ist bei uns weiter verbreitet als die Rauchschwalbe, denn sie steigt bis über die Baumgrenze. Die höchste bekannte Brutstelle liegt auf der Furka auf über 2400 m. ähnlich wie die Felsenschwalbe brütet sie stellenweise auch an Felswänden und in Steinbrüchen. Mit künstlichen Nestern kann viel dazu beigetragen werden, dass unsere Mehlschwalbenbestände sich halten können. In vielen Ortschaften brüten bereits mehr Schwalben in Kunst- als in Naturnestern. Schwalben sind grosse Insektenvertilger. Die Nahrung wird fast ausschliesslich im Flug aus der Luft erbeutet und nur ganz selten von Mauern, Felswänden und Pflanzen abgelesen oder vom Boden aufgenommen. Die Nestlinge erhalten ihre Nahrung von beiden Eltern, die kleine Ballen von zusammengedrückten Insekten aus dem Kehlsack auswürgen. Man hat errechnet, dass vier Jungschwalben während ihrer Nestlingszeit rund 150´000 Insekten verzehren.
