Merkmale:
etwa bussardgross; Gefieder glänzend schwarz; sehr kräftiger Schnabel; Schwanzende keilförmig; beide Geschlechter gleich; Stimme: ein sonores "Korrk", ein raues "Rrab" oder ein schönes "Klong".
| Bestand in der Schweiz (Paare): 1500-2500 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel |
| Grösse (cm):
64 |
Gewicht (g):
1000-1500 |
Gelegegrösse:
3-6 |
| Brutort:
Felsnischen, Bäume, Gebäude |
Brutdauer (Tage):
20-21 |
Nestlingsdauer (Tage):
40 |
| Nahrung:
Abfall, Aas, Insekten, Säuger, Vögel, Früchte |
Vogelgruppe:
Singvögel Rabenvögel |
Lebensraum:
Gebirge, Felsen, Wald |
Weil Kolkraben auch schwaches Jungwild überwältigen können, galten sie lange als grosse Schädlinge und wurden deshalb rücksichtslos verfolgt. Um 1900 waren sie aus dem Jura und dem Mittelland verschwunden; in den Alpen waren sie nur noch eine seltene Erscheinung. Heute weiss man, dass unser grösster Rabenvogel ein wichtiger Gesundheitspolizist ist, da er sich überwiegend von Aas ernährt. Nachdem er unter Schutz gestellt worden war, hat er sich rasch vermehren können und ist heute, abgesehen von den tiefsten Lagen des Mittellandes, wieder ein verbreiteter Brutvogel. Kolkraben können über weite Strecken gleiten und in Aufwinden ohne Flügelschlag kreisen. Vor allem im Frühjahr trudeln sie paarweise hoch in der Luft, schliessen halb die Flügel, rollen sich seitwärts ab und stürzen kopfüber in die Tiefe. Sie bringen es fertig, kurze Strecken mit dem Rücken nach unten zu fliegen. Diese Kunststücke gehören vielleicht zur Balz des Kolkraben, manchmal scheinen sie jedoch nur sein Wohlbehagen auszudrücken. Bei der Balz, die ein Paar für das ganze Leben zusammenführt, verneigen sich die Partner, strecken den Hals nach vorn und stellen die Federn an der Kehle wie eine Halskrause auf. Bevor es zur Paarung kommt, spreizt das Männchen die Flügel, fächert den Schwanz und kauert sich zusammen, den Hals nach oben gestreckt, den Schnabel aber nach unten gerichtet, manchmal springt es in die Luft oder putzt mit dem Schnabel die Gesichtsfedern des Weibchens.
